Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde 6/2014 http://prd-de.quintessenz.de Das Journal stellt die Wechselbeziehungen zwischen restaurativen und biologisch-parodontologischen Aspekten dar, um durch eine Synthese beider Fachgebiete zu einem gemeinsamen Therapiekonzept zu finden. Parodontale und prothetische Probleme werden plastisch und praxisnah auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau dargestellt. Die deutsche Ausgabe des Journals ist eingestellt. Dieser RSS-Feed enthält das jeweils neueste Inhaltsverzeichnis einschließlich Abstracts. de Quintessenz Verlags-GmbH 2015-02-13 Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde 6/2014 http://prd-de.quintessenz.de https://www.quintessenz.de/webservices/COVER/j_10_norm.png Editorial: Die Zahnheilkunde im Zeitalter der Kommunikation http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33644 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33644 Rayant, Garry A.<br>Seite 699 - 699 Resorbierbare Kuppel und gesteuerte Knochenregeneration als Alternative zur Behandlung von Knochendefekten: Eine Fallserie http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33655 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33655 Parma-Benfenati, Stefano / Roncati, Marisa / Galletti, Primo / Tinti, Carlo<br>Seite 701 - 707<br>In dieser Fallserie wird eine "Kuppel" aus langsam resorbierbarem Nahtmaterial vorgestellt. Sie fungiert als Barriere und zum Raumerhalt, um die Knochenregeneration zu fördern. Bei sechs Patienten wurden mehrwandige Defekte mit einer Kombination aus einer azellulären dermalen Matrix oder einer quervernetzten resorbierbaren Kollagenmembran als Barrieren und mineralisiertem gefriergetrocknetem Knochen-Allograft und gleichzeitiger Implantation behandelt. Insgesamt wurden acht Implantate gesetzt. Nur eines der Implantate heilte nicht gedeckt ein. Alle Implantatationsbereiche blieben komplett gedeckt und in keinem Fall kam es während der Heilung zur Exposition des Implantats. Bei den Freilegungsoperationen nach neun bis 24 Monaten entsprach die klinische Knochendichte derjenigen von nativem Knochen und es waren durchschnittlich 0,5 Gewindegänge exponiert. Die mittlere bukkale Knochendicke betrug 3,12 mm. In etwa 87,5 % der Fälle wurde eine vollständige Abdeckung der exponierten Gewindegänge erreicht. Wahrnehmungsschwelle für Farbveränderungen der menschlichen Gingiva http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33659 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33659 Sailer, Irena / Fehmer, Vincent / Ioannidis, Alexis / Hämmerle, Christoph H.F. / Thoma, Daniel S.<br>Seite 709 - 714<br>In der vorliegenden Studie wurde die Wahrnehmungsschwelle für Farbabweichungen der menschlichen Gingiva untersucht. Dazu wurden Gingiva und Zähne im ästhetischen Bereich auf einem Bild mithilfe einer Bearbeitungssoftware getrennt und fünf Standardbeispiele geschaffen. Anschließend wurden die Farbparameter L, a und b (CIELab) der Gingiva so verändert, dass sie sich dunkler bzw. heller färbte. Bei den Beispielen war die linke Seite (oberer linker Frontzahnbereich) unverändert, während die rechte Seite (oberer rechter Frontzahnbereich) der Bilder modifiziert wurde. Dann wurden die Farbdifferenzen auf den Fotos von jeweils 10 Zahnärzten, Zahntechnikern und Laien beurteilt. Der mittlere ΔE-Schwellenwert lag zwischen 1,6 ± 1,1 (Zahntechniker) und 3,4 ± 1,9 (Laien). Insgesamt erreichte ΔE 3,1 ± 1,5. Dreidimensionale Analyse der Korrelation zwischen der Form der Frontzähne und des Gesichts http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33662 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33662 Wegstein, Philipp G. / Horvath, Sebastian D. / Stemmann, Johannes / Lüthi, Marcel / Blatz, Markus B.<br>Seite 717 - 723<br>In den traditionellen ästhetischen Leitlinien und Protokollen zur Auswahl von Zahnprothesen scheint eine Korrelation zwischen der Gesichtsform eines Patienten und der Form seiner Frontzähne zu bestehen. In der hier vorgestellten Studie wurde mit voll automatisierten Algorithmen die Beziehung zwischen der Gesichtsform und der Oberkieferform sowie der Gesichtsform und der Form der oberen Frontzähne untersucht. Dazu wurden von 117 Versuchspersonen dreidimensionale digitale Datensätze des Gesichts und des Oberkiefers angefertigt. Ob eine Korrelation besteht, wurde mittels kanonischer Korrelationsanalyse, linearer Regularisierung und Hausdorff-Abstand überprüft. Dabei fand sich ein schwacher, aber statistisch nicht signifikanter Zusammenhang zwischen der Gesichts- und der Zahnform. Eine klare Vorhersage der Zahnform anhand der Gesichtsdaten war jedoch nicht möglich. Der beschriebene Ansatz ergab einen schwachen Zusammenhang zwischen der Gesichts- und der Zahnform, der aber zu unpräzise war, um ihn im klinischen Alltag anzuwenden. Biologische Breite an belasteten Implantaten mit maschiniertem und rauem Hals beim Hund http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33647 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33647 Cochran, David L. / Obrecht, Marcel / Weber, Klaus / Dard, Michel / Bosshardt, Dieter / Higginbottom, Frank L. / Wilson, Thomas G. / Jones, Archie A.<br>Seite 725 - 731<br>Die Oberflächentechnologie dentaler Implantate hat sich von einer relativ glatten maschinierten Oberfläche hin zu raueren osteokonduktiven Oberflächen geändert, um die Osseointegration zu verbessern. Aus aktuellen Studien geht hervor, dass die Häufigkeit einer Entzündung der periimplantären Weichgewebe mit progressivem Knochenverlust (d. h. eine Periimplantitis) zunimmt. Eine mögliche Erklärung dafür ist die Zunahme bakterieller Plaque auf den rauen Oberflächen von Implantat und Abutment, die zu einer Entzündung der periimplantären Weichgewebe führen kann. In der vorliegenden Studie wurden im Hundemodell 36 auf Weichgewebeniveau gesetzte Implantate mit maschiniertem transmukosalem Hals mit 36 Implantaten mit relativ rauer (SLActive) transmukosaler Oberfläche verglichen. Die Implantate wurden nach einer Belastungsdauer von drei und 12 Monaten histologisch und histomorphometrisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Bindegewebskontakt der beiden Implantattypen vergleichbar war. Es gab jedoch mehr Saumepithel und eine höhere biologische Breite an den Implantaten mit maschiniertem Hals. Interessanterweise waren die Entzündungsreaktionen an beiden Implantatformen gleich. An den Implantaten mit rauem Hals wurde etwas mehr Knochen und reifes Kollagen gebildet als an Implantaten mit maschiniertem Hals. Laut diesen Ergebnissen hat die stärkere Plaque-Bildung auf Implantaten mit rauer SLActive- Oberfläche verglichen mit Implantaten mit maschinierter Oberfläche keine biologischen Folgen im Hinblick auf die Entzündung oder den Knochenverlust. Stattdessen fördert die raue Oberfläche die Knochenneubildung (stärkere Osteokonduktivität) und die Bildung von mehr reifem kollagenhaltigem Bindegewebe. Vergleich des marginalen Gingivaepithels bei Rauchern und Nichtrauchern: Eine histomorphometrische und immunhistochemische Studie http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33657 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33657 Prakash, Priyanka / Rath, Saroj / Mukherjee, Manish / Malik, Ajay / Boruah, Dibyajyoti / Sahoo, N. K. / Dutta, Vibha<br>Seite 733 - 738<br>Rauchen ist einer der stärksten Vorhersagefaktoren für den Verlust des Attachments und des Knochens. Bei Rauchern sind vermutlich durch die lokale Vasokonstriktion und die vermehrte Gingivadicke die klinischen Entzündungszeichen reduziert. Die Nebenprodukte, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen, verändern die klinischen Merkmale und die Progression der Parodontalerkrankung. Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Beziehung zwischen der Dicke der marginalen Gingiva, der Sulkusblutung, dem Gefäßkaliber und der mikrovaskulären Dichte bei Rauchern und Nichtrauchern mit und ohne Parodontitis. Außerdem sollte die Bedeutung des Rauchens für Parodontalerkrankungen ermittelt werden. An der Studie nahmen 120 Patienten teil (vier Gruppen mit je 30 Patienten). Die klinischen Messungen umfassten die Sondierungstiefe (PD), das klinischen Attachmentniveau (CAL) und den Blutungsindex (BI). Außerdem wurden Gingivaproben entnommen, die immunhistochemisch und histomorphometrisch untersucht wurden. Die Korrelation der klinischen und histologischen Merkmale zeigte, dass Raucher weniger Entzündungszeichen und weniger vaskuläre Elemente in der subepithelialen Bindegewebsschicht aufwiesen, sodass es unabhängig vom Vorhandensein einer Parodontitis zur Epithelverdickung kommt. Die Epitheldicke nahm bei Rauchern mit Parodontitis im Durchschnitt von 181,3 μm (suprapapilläre Epitheldicke [SET]) auf 380,2 μm (maximale Epitheldicke [MET]) und bei Nichtrauchern mit Parodontitis von 157,4 μm (SET) auf 325,3 μm (MET) zu. Die mittlere mikrovaskuläre Dichte war bei Rauchern mit Parodontitis mit 325,4/mm2 statistisch deutlich niedriger als bei Nichtrauchern mit Parodontitis (Mittelwert: 412,13/mm2). Auch das Gefäßkaliber war bei Rauchern (Mittelwert: 4,7 bis 6,1 μm) unabhängig vom Vorhandensein einer Parodontitis niedriger als bei Nichtrauchern (Mittelwert: 6,2 bis 9,2 μm). Die mikrovaskuläre Dichte sowie die Dicke des Gingivaepithels unterschieden sich zwischen Rauchern und Nichtrauchern unabhängig vom Vorhandensein einer Parodontitis statistisch signifikant. Diese Unterschiede können sich auf den Verlauf einer parodontalen Erkrankung auswirken. Effizienz mineralisierter kortikaler und spongiöser Allograft-Partikel bei der Sinusbodenaugmentation http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33652 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33652 Nevins, Myron / Parma-Benfenati, Stefano / Janke, Ulrich W. / Kleyer, Aimé / Rasperini, Giulio / Tinti, Carlo / Schüpbach, Peter / Kim, David M.<br>Seite 741 - 745<br>Bei 10 Patienten wurde der Sinusboden mit einer Mischung aus mineralisierten kortikalen und spongiösen Allograft-Partikeln augmentiert. Bei den insgesamt 11 Sinuslifts wurden im Rahmen der Implantation nach sechs bis sieben Monaten 19 Knochenproben entnommen. Die Computertomografie zeigte sechs Monate nach der Augmentation in allen Fällen eine Knochenneubildung. Die lichtmikroskopische und die histomorphometrische Untersuchung bestätigten die Knochenneubildung in den behandelten Bereichen, in denen verloren gegangene obere Seitenzähne durch osseointegrierte Implantate ersetzt werden sollten. Die positiven Ergebnisse sprechen für den Einsatz einer Mischung aus mineralisierten kortikalen und spongiösen Allograft-Partikeln bei der Sinusbodenaugmentation. Langzeitstabilität des Weichgewebes nach Ridge Preservation: 10-Jahres-Ergebnisse einer prospektiven Studie mit offen einheilenden Implantaten http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33658 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33658 Roccuzzo, Mario / Gaudioso, Luigi / Bunino, Marco / Dalmasso, Paola<br>Seite 747 - 756<br>In der hier vorgestellten Studie wurde das klinische Langzeitergebnis von Implantaten untersucht, die in einen zuvor augmentierten Alveolarkamm gesetzt wurden. Augmentationsmaterial war demineralisiertes bovines Knochenmineral mit 10 % Kollagen (Bio-Oss Collagen, Geistlich). An dieser prospektiven Untersuchung nahmen 36 konsekutive, gesunde Patienten teil, bei denen ein Zahn (Schneidezahn, Eckzahn oder Prämolar) extrahiert und durch ein Implantat ersetzt werden sollte. Nach der Zahnextraktion wurde Bio-Oss Collagen in die Alveole gegeben und doppellagig mit einer Kollagenmembran (Testgruppe) oder mit ein paar Tropfen fließfähigem Polylaktidpolymer (Kontrollgruppe) abgedeckt. Nach einer Einheilungszeit von vier bis sechs Monaten wurde ein offen einheilendes Implantat gesetzt. Nachdem die Keramikkrone zementiert wurde, nahmen die Patienten an einem unterstützenden individuellen Parodontaltherapie-Programm teil. Nach dem Einsetzen der Krone (Ausgangswert) sowie nach 10 Jahren wurden klinische und radiologische Daten erhoben. Zwei Patienten nahmen nicht an der 10-Jahres-Untersuchung teil. Alle Implantate wiesen gemessen an den Standardparametern (Full-Mouth-Plaque-Score, Full-Mouth-Blutungsscore, lokale Blutung beim Sondieren) gesunde periimplantäre Weichgewebe auf. Die mittlere Weichgeweberezession (REC) betrug in der Testgruppe 0,39 ± 0,54 mm, in der Kontrollgruppe 0,50 ± 0,33 mm. Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Die Ergebnisse dieser prospektiven Studie bestätigen die Langzeitstabilität der periimplantären marginalen Weichgewebe, die durch den mit Bio-Oss Collagen regenerierten Knochen abgestützt werden. Bei konstanter Parodontaltherapie ist das Risiko für eine Mukosarezession gering. Nach 10 Jahren lag diese im Mittel bei < 1 mm. Wegweiser zum Erkennen von Pathologien der Kieferhöhle und zur Entscheidung über eine weitere präoperative Abklärung vor der Sinusbodenaugmentation http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33649 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33649 Friedland, Bernard / Metson, Ralph<br>Seite 759 - 767<br>Vor einer Sinusbodenaugmentation führen Zahnärzte im Rahmen der präoperativen Diagnostik oft eine digitale Volumentomografie (DVT) durch. Da pathologische Veränderungen des Sinus maxillaris häufig sind, sieht sich der Zahnarzt oft mit entsprechenden Befunden konfrontiert. Allerdings müssen nicht alle pathologischen Veränderungen des Sinus maxillaris behandelt werden. Der hier vorliegende Artikel verfolgt zwei Ziele: die Beschreibung der häufigsten DVT-Befunde des Sinus maxillaris sowie das Bereitstellen eines Algorithmus zur Entscheidungsfindung darüber, ob eine weitere Diagnostik erforderlich ist. Behandlung multipler Rezessionen mit einer Kollagenmatrix: Eine Fallserie http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33660 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33660 Schlee, Markus / Lex, Maria / Rathe, Florian / Kasaj, Adrian / Sader, Robert<br>Seite 769 - 775<br>In der hier vorgestellten Fallserie wurde die Anwendung einer Kollagenmatrix mit einem koronalen Verschiebelappen für die Behandlung multipler Rezessionsdefekte untersucht. Dazu wurden 15 Patienten mit insgesamt 80 Rezessionsdefekten ausgewählt. Die Wurzeldeckung betrug nach sechs Monaten 85 % ± 13 % und nach 12 Monaten 81 % ± 22 %. Eine komplette Wurzeldeckung wurde nach sechs Monaten bei 60 % der Defekte und nach 12 Monaten bei 56 % der Defekte erreicht. Der Anteil behandelter Bereiche mit einem dicken gingivalen Biotyp nahm signifikant zu. Die Ergebnisse zeigen, dass das Einbringen einer Kollagenmatrix für die Behandlung multipler Rezessionsdefekte eine nützliche Alternative zu einem Bindegewebstransplantat sein kann. Klinische, ästhetische und radiologische Evaluation von Implantaten mit kleinem Durchmesser (3,0 mm) mit Einzelkronen im Frontbereich: Eine prospektive Studie über drei Jahre http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33656 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33656 Pieri, Francesco / Siroli, Lucia / Forlivesi, Caterina / Corinaldesi, Giuseppe<br>Seite 777 - 784<br>Bei 50 Patienten wurde ein oberer oder unterer Frontzahn durch ein zweiteiliges Implantat mit einem Durchmesser von 3,0 mm ersetzt. Nach drei Jahren wurden klinische und radiologische Messungen der Weich- und Hartgewebe durchgeführt und die ästhetischen Parameter (Pink Esthetic Score/White Esthetic Score [PES/WES]) bestimmt. Keines der Implantate ging verloren (Erfolgsrate: 100 %) und das Niveau der fazialen Weichgewebe sowie des marginalen Knochens blieb über den Studienverlauf stabil. Der mittlere Gesamt-PES/WES war hoch (14,1 ± 1,75) und nur ein Implantat zeigte ein unschönes ästhetisches Ergebnis (PES/WES = 10). Implantate mit einem Durchmesser von 3,0 mm sind mittelfristig gut für den Einzelzahnersatz im Frontzahnbereich geeignet, wenn das Platzangebot begrenzt ist. Ergebnisse nach dem Ersatz konventioneller Vollprothesen durch implantatgetragene festsitzende Restaurationen http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33648 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33648 Compagnoni, Marco Antonio / Paleari, André Gustavo / Rodriguez, Larissa Santana / Giro, Gabriela / Marin, Danny Omar Mendoza / Pero, Ana Carolina<br>Seite 785 - 791<br>In der vorliegenden Studie wurde untersucht, welchen Einfluss der Ersatz konventioneller Unterkiefervollprothesen durch implantatgetragene festsitzende Restaurationen auf die mit der oralen Gesundheit zusammenhängende Lebensqualität (oral health-related quality of life; OHQOL) von unbezahnten Patienten sowie auf die assoziierten kinesiografischen Parameter hat. Die Patienten wurden einen, zwei, drei, sechs und 12 Monate nach dem Ersatz der Vollprothesen untersucht. Dabei fand sich nach zwei Monaten eine Verbesserung der allgemeinen OHQOL. Die kinesiografischen Messungen ergaben eine signifikante Zunahme der vertikalen und horizontalen Mundöffnung und eine stärkere vertikale Intrusion der Oberkieferrestaurationen beim Zusammenbeißen. Behandlung parodontaler intraossärer Defekte mit β-TCP allein oder in Kombination mit rhPDGF-BB: Eine randomisierte kontrollierte klinische und radiologische Studie http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33651 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33651 Maroo, Sneha / Murthy, K. Raja V.<br>Seite 793 - 799<br>Um die Vorhersagbarkeit der parodontalen Regeneration zu fördern, setzen Ärzte und Wissenschaftler zunehmend Zytokine in Kombination mit osteokonduktiven Gerüsten ein. Diese Vorgehensweise basiert auf dem Prinzip des Tissue Engineering. In der hier vorgestellten klinischen und radiologischen Studie wurde das regenerative Potenzial einer Kombination aus Beta-Tricalciumphosphat (β-TCP) und rekombinantem humanem Platelet-derived Growth Factor BB (rhPDGF-BB) bei der Transplantation intraossärer Defekte mit dem regenerativen Potenzial der etablierten Knochentransplantation nur mit β-TCP verglichen. Dazu wurden bei 15 Patienten insgesamt 30 intraossäre Defekte in zwei verschiedenen Quadranten ausgewählt und randomisiert im Split-Mouth-Design in Test- (rhPDGF + β-TCP) und Kontrolldefekte (nur β-TCP) eingeteilt. Bei Studienbeginn sowie nach sechs und neun Monaten wurden die klinischen Parameter Sondierungstiefe, klinisches Attachment und Tiefe der Gingivarezession ermittelt. Die radiologische Evaluation erfasste die Defektfüllung, die Höhenänderung des Alveolarkamms sowie den Anteil der Defektfüllung bei Studienbeginn, nach sechs und nach neun Monaten. In beiden Gruppen nahm die Sondierungstiefe signifikant ab und die Höhe des klinischen Attachments signifikant zu. Beim Vergleich zwischen den Gruppen zeigten die mit rhPDGF + β-TCP behandelten Defekte eine signifikant stärkere Reduktion der Sondierungstiefe (p < 0,05) und einen signifikant stärkeren klinischen Attachmentgewinn (p < 0,01). Die mittlere anteilige Defektfüllung war nach sechs und neun Monaten in den Testdefekten signifikant größer als in den Kontrolldefekten (p < 0,01). Die mit rhPDGF + β-TCP behandelten Defekte wiesen nach sechs und neun Monaten einen im Mittel signifikant höheren Alveolarkamm auf (p < 0,05), während bei den mit β-TCP behandelten Defekten eine Resorption eingetreten war. Beide Gruppen wiesen eine potenziell bessere parodontale Regeneration auf. Im Vergleich zwischen den Gruppen waren die klinischen und radiologischen Ergebnisse bei den mit rhPDGF + β-TCP behandelten Patienten signifikant. Knochenregeneration an Sofortimplantaten nach Abdecken mit einer zweilagigen PTFE/Kollagenmembran: Eine experimentelle Studie am Hundemodell http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33661 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33661 Tovar, Nick / Jimbo, Ryo / Marin, Charles / Witek, Lukasz / Suzuki, Marcelo / Bonfante, Estevam A. / Coelho, Paulo G.<br>Seite 801 - 807<br>In der hier vorgestellten Studie wurde untersucht, ob eine doppellagige Membran aus Polytetrafluorethylen (PTFE) und resorbierbarer porciner Perikardmembran die periimplantäre Osseointegration besser fördert als eine einlagige Membran aus resorbierbarer porciner Perikardmembran. Eine Kontrollgruppe wurde ganz ohne Membran behandelt. Enossale Implantate wurden bei Beagles in frische Extraktionsalveolen gesetzt. Nach sechs Wochen zeigte sich in der Kontrollgruppe ein Knochenverlust und eine Migration der apikalen Weichgewebe, während sich in der Gruppe, die nur mit der einlagigen resorbierbaren porcinen Perikardmembran behandelt wurde, bis zum Implantathals Knochen bildete. Bei der doppellagigen Membran aus PTFE/resorbierbarer porciner Perikardmembran fand sich auch koronal des Implantathalses eine Knochenneubildung. Der Knochen-Implantat-Kontakt war höher und der bukkale Knochenverlust niedriger als bei der Behandlung mit der einlagigen Membran, wobei diese Unterschiede nicht statistisch signifikant waren. Biometrische Untersuchung des Präfurkationsbereichs von humanen unteren ersten Molaren http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33645 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33645 Barboza, Carlos Alberto Brazil / Rodrigues, Diogo Moreira / Petersen, Rodrigo / Tristão, Gilson Coutinho / Barboza, Eliane Porto<br>Seite 809 - 813<br>In der vorliegenden Studie wurden die Länge des Wurzelstamms sowie die Breite und Tiefe des Präfurkationsbereichs (PFA) von 96 humanen unteren ersten Molaren untersucht. Die Zähne waren klinisch und radiologisch nicht erhaltungswürdig und wurden daher extrahiert. Zur Untersuchung wurde ein Konturmessgerät verwendet und die Profile der bukkalen und lingualen Wurzelflächen der Zähne auf Millimeterpapier nachgezeichnet. Die Profile wurden von der Schmelz- Zement-Grenze in Millimetern bis zum Beginn der Furkation notiert. Untersucht wurden die Breite und Tiefe des PFA sowie die Länge des Wurzelstamms. Die statistische Auswertung ergab eine mittlere bukkale Breite des PFA von 3,68 ± 0,66 mm und eine mittlere linguale Breite von 3,48 ± 0,51 mm. Die mittlere bukkale Tiefe des PFA betrug 0,89 ± 0,42 mm, die mittlere linguale Tiefe 0,82 ± 0,28 mm. Die mittlere Länge des Wurzelstamms auf der bukkalen Seite betrug 3,07 ± 0,82 mm, auf der lingualen Seite 3,54 ± 0,73 mm. Die Länge des Wurzelstamms und der PFA stimmten bei 39,58 % der untersuchten Zähne auf der bukkalen Seite und bei 46,87 % der Zähne auf der lingualen Seite überein. Alle unteren ersten Molaren besitzen eine Konkavität (PFA) im Bereich des Wurzelstamms, die bukkal breiter und tiefer ist. Der Wurzelstamm war lingual länger als bukkal. Radiologische Evaluation des Zusammenhangs zwischen der Morphologie des Interdentalraums und der Rezession der zentralen Papille http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33646 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33646 Bindushree, Appagere Ramaiah / Ranganath, Venugopal / Nichani, Ashish Sham<br>Seite 815 - 820<br>In der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Morphologie des Interdentalraums und der Rezession der zentralen Papille untersucht. Dazu wurde die zentrale Papille bei 372 Erwachsenen auf standardisierten periapikalen Röntgenaufnahmen der oberen zentralen Schneidezähne untersucht. Es wurden folgende vertikale Abstände gemessen: h1 = Papillenspitze-Kontaktbereich (PT-CP), h2 = approximale Schmelz-Zement- Grenze-Kontaktbereich (pSZG-CP), h3 = Knochenkamm-Kontaktbereich (BC-CP) und h4 = Knochenkamm-Papillenspitze (BC-PT). Die vertikalen Messungen erfolgten entlang der Längsachse des Zahns. Der horizontale Abstand wurde als w2 (Abstand zwischen den beiden zentralen Schneidezähnen auf Höhe der approximalen SZG, d. h. interproximaler Abstand) gemessen. Die Teilnehmer wurden gemäß der w2- und h2-Werte in vier Gruppen eingeteilt: schmal-lang (w2 ≤ 2 mm und h2 > 4 mm), schmal-kurz (w2 ≤ 2 mm und h2 ≤ 4 mm), breitlang (w2 > 2 mm und h2 > 4 mm) und breit-kurz (w2 > 2 mm und h2 ≤ 4 mm). In allen Studiengruppen fanden sich ein statistisch signifikanter positiver Zusammenhang zwischen der Rezession der zentralen Papille und dem Alter sowie ein statistisch signifikanter negativer Zusammenhang zwischen dem Alter und der Papillenhöhe. Es wurde festgestellt, dass die Rezession der zentralen Papille bei einem breiten Interdentalraum und großem pSZG-CP-Abstand signifikant mit dem Alter zusammenhängt. Allerdings tragen auch andere Faktoren dazu bei, ob eine Interdentalpapille vorhanden ist oder nicht. Um die Interaktion dieser Faktoren zu klären, sind noch weitere Studien erforderlich. Leitlinien für die Diagnose und Behandlung periimplantärer Erkrankungen http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33654 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33654 Padial-Molina, Miguel / Suarez, Fernando / Rios, Hector F. / Galindo-Moreno, Pablo / Wang, Hom-Lay<br>Seite 715 - 715<br>Die Behandlung der Periimplantitis ist wegen der fehlenden effizienten und vorhersagbaren Behandlungsansätze sehr schwierig, obwohl mehrere Risikofaktoren gut bekannt sind. In diesem Review wurde die Reliabilität der diagnostischen Verfahren untersucht und Leitlinien zur Behandlung dieser komplizierten Fälle erarbeitet. Dazu erfolgte bis zum August 2013 eine Suche auf PubMed sowie eine Recherche per Hand nach Artikeln über periimplantäre Erkrankungen. Die aktuellen diagnostischen Verfahren und die möglichen Risikofaktoren der Periimplantitis wurden zusammengestellt sowie ein Flussdiagramm des klinischen Managements dieser Krankheiten erstellt. Behandlung parodontaler Fenestrationsdefekte mit Platelet-Rich Plasma, autogenem Knochentransplantat und gesteuerter Geweberegeneration im Hundemodell http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33650 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33650 Keskiner, Ilker / Alkan, Arzu / Acikgoz, Gokhan / Arpak, Nejat / Kaplan, Suleyman / Arslan, Huseyin<br>Seite 739 - 739<br>In dieser Studie wurde die Heilung von Knochen und Zement bei parodontalen Fenestrationsdefekten nach einer Kombinationstherapie aus Platelet-Rich Plasma (PRP), autogenem Knochen (AB) und gesteuerter Geweberegeneration (GTR) mit einer alleinigen GTR-Behandlung im Hundemodell verglichen. Die Studie erfolgte an sechs Hunden. Nach der Schaffung der Fenestrationsdefekte wurden die folgenden Behandlungsgruppen gebildet: eine Kontrollgruppe (nur GTR) und die Testgruppen GTR + PRP, GTR + AB sowie GTR + AB + PRP. Die Defekte wurden vier, acht und 12 Wochen postoperativ stereologisch und histomorphometrisch untersucht. In der GTR+PRP-Gruppe hatte der trabekuläre Knochen im Vergleich zur Kontrolle nach vier und acht Wochen signifikant zugenommen (p < 0,05). In der GTR+AB+PRP-Gruppe fand sich zu allen Zeitpunkten deutlich mehr trabekulärer Knochen als in der GTR- oder der GTR+PRP-Gruppe (p < 0,05). Bezogen auf den Zement ergaben die Ergebnisse nach acht und 12 Wochen signifikant bessere Werte in der GTR+AB+PRP-Gruppe als in der Kontrollgruppe (p < 0,05). Der Zementbereich war in der GTR+AB-Gruppe zu allen Zeitpunkten deutlich größer als in der GTR-Gruppe (p < 0,05). Im Rahmen dieser Studie führten PRP und AB, die bei parodontalen Fenestrationsdefekten unter einer Barrieremembran eingebracht wurden, zu einer signifikant besseren Neubildung von Knochen und Zement als die GTR allein. Dieses gute Ergebnis beruhte eher auf dem AB als auf dem PRP. Retrospektive Serie über den Kurzzeiterfolg von implantatgetragenen herausnehmbaren Teilprothesen mit Locator-Abutments http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33653 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=33653 Ortiz-Puigpelat, Octavi / Gargallo-Albiol, Jordi / Hernández-Alfaro, Federico / Cabratosa-Termes, Josep<br>Seite 757 - 757<br>In dieser retrospektiven Fallserie wurde über einen mittleren Zeitraum von 28,6 Monaten der klinische Erfolg von implantatgetragenen herausnehmbaren Teilprothesen (implant-assisted removable partial dentures, IARPD) mit Locator- Abutments in verschiedenen teilbezahnten Situationen untersucht. Dazu wurden 12 konsekutive Patienten mit IARPD behandelt und insgesamt 24 Implantate in die unbezahnten Bereiche gesetzt. Die Nachbeobachtungszeit betrug mindestens 12 Monate. Erfasst wurden die allgemeine Patientenzufriedenheit, die Gesundheit der periimplantären Gewebe, das Überleben der Implantate und Abutments sowie Komplikationen seitens der Prothesen. Das Implantatüberleben erreichte insgesamt 91,6 %; zwei Implantate gingen verloren. Es traten keine schweren Komplikationen auf und nur ein IARPD-Metallgerüst frakturierte. Die Locator-Abutments lockerten sich nicht. Im Rahmen dieser retrospektiven Studie kann die Behandlung mit IARPD die Funktion, die Phonetik und die Ästhetik des Patienten verbessern, ohne dass ausgedehnte operative Eingriffe für eine Knochenregeneration und prothetische Rehabilitation erforderlich sind. Zur Beurteilung des Langzeiterfolgs von IARPD sind jedoch noch gut geplante prospektive klinische Studien erforderlich.