Parodontologie 1/2017 https://paro.quintessenz.de Die Zeitschrift vermittelt dem interessierten Zahnarzt in Praxis und Klinik die neuesten Erkenntnisse, Entwicklungen und Tendenzen auf dem Gebiet der Parodontologie. Die hochwertige Ausstattung mit vielen, meist farbigen Abbildungen und der ausgeprägte Fortbildungscharakter sprechen für diese Fachzeitschrift. • 4 x im Jahr direkt auf Ihren Schreibtisch. • Übersichtsartikel, klinisch-wissenschaftliche Beiträge und praxisrelevant aufbereitete Studien aus allen Bereichen der Parodontologie. • Schwerpunkthefte zu praxisrelevanten Themen informieren detailliert über aktuelle Trends und ermöglichen eine umfassende Fortbildung. • Mit kostenlosem Zugang zur Online-Version recherchieren Abonnenten komfortabel online - auch rückwirkend ab 2003 im Archiv. • Kostenloser Zugang zur App-Version für Abonnenten. Dieser RSS-Feed enthält das jeweils neueste Inhaltsverzeichnis einschließlich Abstracts. de Quintessenz Verlags-GmbH 2017-02-22 Parodontologie 1/2017 https://paro.quintessenz.de https://www.quintessenz.de/webservices/COVER/j_7_norm.png Editorial: IQWiG-Vorbericht! Wie viel Evidenz benötigen wir zur Rechtfertigung der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT)? https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37743 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37743 Eickholz, Peter<br>Seite 3 - 4 Unterstützende Parodontitistherapie (UPT) https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37744 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37744 Inhalte, Nutzen, Effekte<br>Eickholz, Peter / Walter, Clemens / Dannewitz, Bettina<br>Seite 7 - 17<br>Das übergeordnete Ziel parodontaler bzw. allgemein zahnärztlicher Therapie ist die langfristige Erhaltung natürlicher Zähne in einem gesunden, funktionellen, ästhetisch akzeptablen und schmerzfreien Zustand. Die unterstützende Parodontitistherapie (UPT) dient genau diesem Ziel. Aber welche Maßnahmen sind erforderlich, um die parodontale Situation eines Patienten langfristig stabil zu erhalten? Mindestens einmal pro Jahr müssen die parodontalen (oralen) Befunde kontrolliert werden. Zur Kontrolle der individuellen Mundhygiene werden Gingivitis- und Plaqueindizes erhoben. Entsprechend erfolgen Remotivation und -instruktion zu effektiver individueller Mundhygiene und schließlich die Entfernung harter und weicher bakterieller Beläge, die professionelle mechanische Plaqueentfernung (professional mechanical plaque removal: PMPR). Stellen, an denen es zu pathologisch vertieften Taschen gekommen ist (Sondierungstiefe [ST] ≥ 4 mm mit Bluten auf Sondieren; ST ≥ 5 mm), werden nachinstrumentiert. Bei regelmäßiger Wahrnehmung der UPT durch die Patienten werden die durch Therapie erreichten parodontalen Verhältnisse stabil gehalten bzw. die Progression der Erkrankung wird zumindest erheblich verlangsamt. Das heißt, dass Patienten, die UPT regelmäßig wahrnehmen, weniger Zähne verlieren als solche, die nur unregelmäßig zur UPT kommen. Wer entscheidet, was vertragszahnärztliche Leistung wird? https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37745 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37745 Behandlungsrichtlinien in der Parodontologie<br>Eßer, Wolfgang<br>Seite 19 - 24<br>Das ärztliche Gespräch, Reevaluationsbefunde sowie die unterstützende Parodontitistherapie sind kein Bestandteil der aktuellen Behandlungsrichtlinien zur systematischen Therapie von Parodontopathien. Ob und wie zusätzliche Elemente zu den vertragsärztlichen Leistungen aufgenommen werden, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Er fungiert als untergesetzlicher Normgeber. Die Patientenvertretung im G-BA hat einen Antrag auf Bewertung der systematischen Behandlung von Parodontopathien gestellt. Die KZBV hat dazu ein neues Versorgungskonzept entwickelt. Dabei ist die UPT wesentlicher Baustein einer modernen PAR-Versorgungsstrecke. Kann UPT so gestaltet werden, dass es zu keinem Complianceabriss kommt? Der G-BA hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt, existierende und zusätzliche Elemente (z. B. UPT) der systematischen Therapie von Parodontopathien einer Nutzenbewertung zu unterziehen. Kommt das IQWiG zum Ergebnis, dass zu Leistungen der Parodontitistherapie, die noch nicht Bestandteil des bestehenden Leistungskataloges sind, entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse über ihren Nutzen vorliegen, und ist eine positive Bewertung nicht aus anderen Gründen (z. B. fehlende Wirtschaftlichkeit) ausgeschlossen, so hat der G-BA diese Leistungen in die Versorgung zu überführen. Aufgrund der klar geregelten Ansprüche der Versicherten hieße dies, dass alle Leistungen der PAR-Behandlung in Form einer Sachleistung dem Versicherten direkt zur Verfügung gestellt werden müssten. Ausblick: Wir stehen im Bereich der Neuausrichtung der Parodontitistherapie erst am Anfang eines Prozesses, der sich über Jahre hinziehen wird und einen zentralen Arbeitsschwerpunkt der KZBV bildet. Disease-Management-Programm ("Chronikerprogramm") Diabetes mellitus https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37746 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37746 Siegel, Erhard<br>Seite 27 - 32<br>Angesichts der demografischen Entwicklung stellt eine gute Versorgung chronisch Kranker für das deutsche Gesundheitssystem eine der zentralen Herausforderungen dar. Insbesondere für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit einem hohen Anteil von älteren und multimorbiden Versicherten ist es ein wichtiges Ziel, die Versorgung dieser Patientengruppe zu optimieren. Im Jahr 2003 wurden mit dem Ziel, die Versorgung chronisch Kranker u. a. durch eine Strukturierung der Behandlungsabläufe und eine konsequente Umsetzung der verfügbaren besten wissenschaftlichen Evidenz zu verbessern, strukturierte Behandlungsprogramme, sog. Disease-Management-Programme (DMPs), implementiert. Die deutschen Disease-Management-Programme sind nach mehreren Jahren Laufzeit im Praxisalltag etabliert. Die Ergebnisse der Evaluation zu den DMPs für Diabetiker belegen, dass die strukturierte Behandlung Wirkung zeigt und die teilnehmenden Patienten stabile Blutzuckerwerte, sinkende Blutdruckwerte und weniger Folge- und Begleiterkrankungen zeigen. Bei der Behandlung von multimorbiden Patienten müssen bei den Begleiterkrankungen die bestehenden DMPs weiterentwickelt werden. Am Beispiel der Wechselwirkung zwischen Parodontitis und Diabetes zeigt sich die Notwendigkeit neuer disziplinübergreifender Diagnostik- und Behandlungskonzepte. Vor diesem Hintergrund wäre es sinnvoll, die Behandlung der Parodontitis als Teil der Maßnahmen in das DMP Diabetes mellitus zu integrieren. Unterstützende Parodontitistherapie (UPT) und Adhärenz - ein starkes Team https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37747 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37747 Kretschmar, Stefanie<br>Seite 35 - 42<br>Die große Bedeutung der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) im Rahmen der systematischen parodontalen Behandlung wird in der Literatur immer wieder beschrieben und kann klinisch beobachtet werden. Sie vervollständigt die aktive Therapie, bestehend aus Mundhygieneunterweisungen, Initialtherapie und korrektiver Therapie, und verhilft den Patienten zu langfristig besserer parodontaler Prognose und Gesundheit. Jedoch ist und bleibt es eine Herausforderung, Patienten zu Maßnahmen zu motivieren, die der Erhaltung eines gesunden Zustands des Parodontiums dienen. Damit dies besser gelingt, muss laut WHO Compliance mehr als eine bilaterale Verantwortung zwischen Patient und medizinischen Fachleuten verstanden werden, um eine langfristige, unterstützende, parodontale Betreuung gewährleisten zu können. Dieser Artikel beschreibt mehrere Aspekte zum Nutzen der UPT und möchte durch die Betrachtung einzelner Faktoren, die die Compliance beeinflussen, Tipps zur möglichen Verbesserung des praxiseigenen UPT-Betreuungsprogramms geben. Unterstützende Parodontitistherapie (UPT) https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37748 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37748 Risikofaktoren und Intervalle<br>Petsos, Hari / Dannewitz, Bettina / Eickholz, Peter<br>Seite 45 - 56<br>Risikofaktoren in der Parodontologie werden in zahn- und patientenbezogene Faktoren unterteilt. Dabei werden diese im klinischen Alltag in Form parodontaler patientenindividueller Risikoanalysen eingesetzt, um Patienten in verschiedene Risikogruppen einzuteilen. Aus diesen Gruppierungen lassen sich Zeitintervalle ableiten, die ihrerseits in parodontologisch ausgerichteten Praxen zur effizienten und strukturierten Organisation der unterstützenden Parodontitistherapie eingesetzt werden können. Die unterschiedlichen Risikofaktoren und Risikoklassifikationen werden im Folgenden vorgestellt. Delegation in der Zahnarztpraxis aus rechtlicher Sicht https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37749 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37749 Maag, Axel<br>Seite 59 - 64<br>Man möchte ja meinen, dass die Delegation in der Zahnarztpraxis in Deutschland hinreichend geklärt ist. Dennoch kommt es immer wieder zu Problemen, da die Abgrenzung zwischen delegierbaren und nicht delegierbaren Teilleistungen im Einzelfall äußerst schwierig sein kann. Nachfolgend werden daher die rechtlichen Aspekte einer ordnungsgemäßen Delegation in der Zahnarztpraxis und die dabei zu beachtenden Grundsätze aufgezeigt. Periimplantäre Erhaltungstherapie https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37750 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37750 "UPT" bei Implantaten<br>Christgau, Michael<br>Seite 65 - 78<br>Enossale Implantate haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einer fest etablierten zahnmedizinischen Versorgungsalternative im Falle von Zahnverlusten etabliert. Auch wenn Langzeitstudien auf hohe Überlebensraten dieser mittlerweile technisch weit entwickelten Implantate hindeuten, scheint nahezu mindestens jedes zweite Implantat früher oder später von biologischen und/oder technischen Komplikationen betroffen zu sein. Bei den biologischen Problemen werden neben dem kompletten Verlust der Osseointegration zwei Formen von periimplantären Erkrankungen unterschieden: die periimplantäre Mukositis mit Entzündung der suprakrestalen Weichgewebe und die Periimplantitis mit zusätzlichem periimplantären Knochenverlust. Während die periimplantäre Mukositis bei adäquater Therapie rückstandslos abheilen kann, ist die Therapie der Periimplantitis nach wie vor oft unbefriedigend und erfordert ein frühzeitiges, vergleichsweise aggressives Vorgehen mit chirurgischen Interventionen. Aus diesem Grund ist es heute allgemein akzeptiert, dass der Diagnose und effektiven Therapie der periimplantären Mukositis als potenzielle Vorstufe der Periimplantitis eine zentrale Bedeutung bei der Prävention der Periimplantitis zukommt. Ähnlich der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) bei natürlichen Zähnen sollte auch bei Implantaten nach Eingliederung der Suprastrukturen ein regelmäßig durchgeführtes, strukturiertes professionelles Nachsorgeprogramm etabliert werden. Auf diese Weise können möglicherweise auftretende biologische und auch technische Probleme in der Frühphase erkannt und adäquat therapiert werden, bevor irreversible, nur noch schwer zu beherrschende Komplikationen die Rekonstruktion ernsthaft gefährden. Pressemitteilung: Systematische Behandlung von Parodontopathien https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37751 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37751 Vorbericht der IQWiG, Kritik der KZBV und Statement der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO)<br>IQWiG, KZBV, DG PARO<br>Seite 79 - 81 PARODONTOLOGIE öffnet die Archive https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37775 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37775 Alle Ausgaben online für DG PARO-Mitglieder<br>DG PARO<br>Seite 83 - 84<br>Um ihrer Aufgabe als Mittler zwischen Wissenschaft und Praxis noch besser gerecht zu werden, stellt die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) ihren 5.000 Mitgliedern das Praxismagazin PARODONTOLOGIE ab sofort online zur Verfügung. Zu allen relevanten Themen rund um die Parodontologie finden Mitglieder die kompletten Artikel, Glossare, Leitlinien, Behandlungsfälle und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Damit steht den Mitgliedern neben dem englischsprachigen Journal of Clinical Periodontology nun auch ein deutschsprachiges Journal mit hohem Praxisnutzen im direkten Zugriff zur Verfügung. Die erste Ausgabe der PARODONTOLOGIE im Februar 2017 wird ausführlich das aktuelle Schwerpunktthema UPT (Unterstützende Parodontitistherapie) behandeln. 22. Graduiertenkolleg der 
Deutschen Gesellschaft für Parodontologie am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37752 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37752 Wörner, Felix / Eger, Thomas<br>Seite 85 - 86 Zeitschriftenreferate und Dissertationen https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37753 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37753 Zusammenfassungen von interessanten parodontologischen Artikeln aus internationalen Zeitschriften und Dissertationen<br>Rüdiger, Stefan<br>Seite 87 - 94 PARODONTOLOGIE vergibt Publikationspreis für besten Fallbericht 2016 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37754 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=37754 Seite 95 - 95