Parodontologie 4/2017 https://paro.quintessenz.de Die Zeitschrift vermittelt dem interessierten Zahnarzt in Praxis und Klinik die neuesten Erkenntnisse, Entwicklungen und Tendenzen auf dem Gebiet der Parodontologie. Die hochwertige Ausstattung mit vielen, meist farbigen Abbildungen und der ausgeprägte Fortbildungscharakter sprechen für diese Fachzeitschrift. • 4 x im Jahr direkt auf Ihren Schreibtisch. • Übersichtsartikel, klinisch-wissenschaftliche Beiträge und praxisrelevant aufbereitete Studien aus allen Bereichen der Parodontologie. • Schwerpunkthefte zu praxisrelevanten Themen informieren detailliert über aktuelle Trends und ermöglichen eine umfassende Fortbildung. • Mit kostenlosem Zugang zur Online-Version recherchieren Abonnenten komfortabel online - auch rückwirkend ab 2003 im Archiv. • Kostenloser Zugang zur App-Version für Abonnenten. Dieser RSS-Feed enthält das jeweils neueste Inhaltsverzeichnis einschließlich Abstracts. de Quintessenz Verlags-GmbH 2017-11-22 Parodontologie 4/2017 https://paro.quintessenz.de https://www.quintessenz.de/webservices/COVER/j_7_norm.png Macht uns unser Essen krank? https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39310 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39310 Meyle, Jörg<br>Seite 371 - 371 Parodontitis und Ernährung https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39309 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39309 Schlagenhauf, Ulrich<br>Seite 373 - 373 Nahrungsergänzungsmittel in der Parodontologie https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39306 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39306 Raindi, Devan / Chapple, Ian<br>Seite 377 - 384<br>Parodontitis ist eine ubiquitär vorkommende, chronisch entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats. Zu den mit Parodontalerkrankungen assoziierten Risikofaktoren/-indikatoren zählt auch der Ernährungszustand. Da oxidativer Stress parodontale Entzündungen fördert, erscheint es sinnvoll, einen zusätzlichen Nutzen durch pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel in kombinierter Anwendung mit der konventionellen Parodontaltherapie in Betracht zu ziehen. Aktuelle Untersuchungen mit robuster Methodik, wie doppelt verblindete, randomisierte, placebokontrollierte Studien, in Verbindung mit der Messung von Serum-Mikronährstoffspiegeln zur Bestimmung der Bioverfügbarkeit sekundärer Pflanzenstoffe nach der Nahrungsergänzung könnten die Evidenzgrundlage für eine Ernährungsberatung als Teil der Parodontalprophylaxe/-therapie legen. Potenzieller Einfluss der prozessierten, einfachen Kohlenhydrate auf parodontale Erkrankungen https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39293 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39293 Wölber, Johan / Tennert, Christian<br>Seite 385 - 389<br>Seit der verstärkten Betrachtung der systemisch-inflammatorischen Prozesse im Hinblick auf die Ätiologie der parodontalen Entzündung, befinden sich auch wieder Nahrungsmittel im Fokus von wissenschaftlichen Untersuchungen. Einfache, isolierte, prozessierte Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehle in Säften, Softdrinks, Süß- und Backwaren scheinen dabei einen besonderen proinflammatorischen Einfluss auf die gingivale und parodontale Entzündung zu haben. Angesichts des häufigen Konsums dieser Nahrungsmittel in der Bevölkerung könnten diese Zusammenhänge einen Anteil an der hohen Prävalenz von parodontalen Entzündungen haben. Der Artikel soll die vermutlich zugrundeliegenden Mechanismen und Wirkungswege beleuchten. Einfluss diätischen Nitrats auf die allgemeine und parodontale Gesundheit https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39307 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39307 Eine Übersicht<br>Schlagenhauf, Ulrich<br>Seite 391 - 397<br>Der Nitrat-Nitrit-Stickstoffmonoxid-Stoffwechselweg ist ein durch zahlreiche aktuelle Studien gut belegter, essenzieller Bestandteil vieler physiologischer Regulationsprozesse des Körpers. Er kann nur unter pathologischen Bedingungen durch exzessive Freisetzung der Nitratmetabolite Nitrit und Stickstoffmonoxid gesundheitsschädliche Folgen zeigen. Während noch bis vor Kurzem eine Minimierung der diätischen Nitratzufuhr empfohlen wurde, ist mittlerweile aufgrund der erweiterten Datenlage unstrittig, dass mit der Nahrung aufgenommenes Nitrat u. a. für die Aufrechterhaltung der Gefäßgesundheit von essenzieller Bedeutung ist und darüber hinaus die Ausprägung von Entzündungen zu dämpfen vermag. So erbrachte der vermehrte Konsum nitratreichen Kopfsalats in einer Interventionsstudie an parodontalen Nachsorgepatienten eine signifikante Reduktion der Ausprägungsstärke chronischer Gingivitis. Diese war in ihrem Ausmaß der Wirkung einer üblichen antibakteriellen Mundspüllösung ebenbürtig. Verstärkter Verzehr nitratreichen Gemüses könnte daher eine weitere sinnvolle Option in der Therapie und Prävention parodontaler Erkrankungen darstellen. Stellenwert von Omega-3-Fettsäuren in der Prävention und Therapie der Parodontitis https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39294 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39294 Jentsch, Holger / Richter, Volker / Hamm, Michael<br>Seite 399 - 408<br>Langkettige Omega-3-Fettsäuren wie Eikosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) haben ausgeprägte antiinflammatorische und entzündungsauflösende Effekte. Sie wirken somit verschiedenen chronisch-entzündlichen Erkrankungen, auch der Parodontitis, entgegen. Epidemiologische Querschnittsstudien zeigen umgekehrte Assoziationen zwischen der Aufnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung und der Prävalenz der Parodontitis. Experimentelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass endogen aus EPA und DHA synthetisierte entzündungsauflösende Lipidmediatoren, wie Resolvine, der Gewebezerstörung und dem Knochenabbau im Parodontium entgegenwirken. Klinische Studien legen günstige Effekte einer Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren bei Parodontitispatienten nahe. Es lässt sich schlussfolgern, dass eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren für die Prävention der Parodontitis wichtig ist. Somit können Omega-3-Fettsäuren adjuvant auch in der Parodontitistherapie bedeutsam sein. Die Ernährung aus der Steinzeit und die Zahngesundheit https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39295 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39295 Ein Update<br>Baumgartner, Stefan<br>Seite 409 - 416<br>Dieser Übersichtsartikel untersucht die verschiedenen Ernährungsbestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Antioxidanzien und Vitamine) im Zusammenhang mit der Prävention und Behandlung von Gingivitis und Parodontitis. Es werden Entzündungsreaktionen aufgezeigt, welche auch bei systemischen Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Atherosklereose vorkommen. In dieser Entzündungskaskade spielen Zytokine und oxidativer Stress eine wichtige Rolle. Aufgrund der vorhandenen Evidenz werden Ernährungsrichtlinien genannt, welche somit nicht nur zur Verbesserung der parodontalen, sondern auch der allgemeinen Gesundheit beitragen könnten. Komplexe Behandlung einer generalisierten, schweren chronischen Parodontitis und Periimplantitis nach vier Jahren prothetischer Belastungsphase https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39296 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39296 Ein Fallbericht<br>Waller, Tobias / Jepsen, Karin<br>Seite 417 - 434<br>Bei einer bestehenden, nicht ausgeheilten Parodontitis sollte vor geplanter Implantation immer erst eine antiinfektiöse Therapie zur Eliminierung der Entzündung durchgeführt werden, da unbehandelte Parodontitiserkrankungen einen erheblichen Risikofaktor für Implantatverlust darstellen. Mukositis und Periimplantitis sind entzündliche Erkrankungen periimplantärer Gewebe mit einer steigenden Prävalenz. Der Behandlungsbedarf ist groß, doch gibt es nur wenig Evidenz, wie man tiefe Knochendefekte bei Periimplantitis am effektivsten therapieren kann. Behandlungsprotokolle reichen vom nichtchirurgischen Debridement in Kombination mit Antibiotikagabe, über resektiv-chirurgische Verfahren mit Implantoplastik bis hin zu rekonstruktiven Maßnahmen und der Verwendung von Biologika und Knochenersatzmaterialien. Es wird ein Patientenfall vorgestellt, bei dem sich bereits zwei Jahre nach Implantatinsertion alio loco massive und progrediente Knochendefekte entwickelten. Nach Kontrolle der drei Risikofaktoren Parodontitis, Mangel an keratinisierter Gingiva und Plaque konnten zwei Implantate mit rasch fortschreitender knöcherner Destruktion erfolgreich mit chirurgisch-augmentativen Maßnahmen (einschließlich Mukogingivalchirurgie, Implantatdekontamination, Defektfüllung und systemischer Gabe von Antibiotika) behandelt werden. Bei schweren chronischen Parodontalerkrankungen und der damit einhergehenden Knochendestruktion kommt es fast immer zu gingivalen Rezessionen mit Verlust der Interdentalpapillen. In dem vorgestellten Fall war es trotz der eingetretenen Rezessionen möglich, durch restaurative Korrekturen auch bei hohen ästhetischen Erwartungen eine adäquate Frontzahnästhetik wiederherzustellen.<br>It has been shown that untreated periodontal disease is a risk factor for implant loss. Mucositis and peri-implantitis, inflammatory diseases of the peri-implant tissues, are conditions with high prevalence. In spite of high treatment needs, there is currently little evidence and no standard protocol for the reconstruction of peri-implantitis-induced osseous defects. In this case, a patient with peri-implantitis was successfully treated with a nonsubmerged surgical approach. Using a protocol with granulation tissue removal, implant surface decontamination, and placement of porous titanium granules, complete defect fill was achieved. The absence of deep probing depths as well as very low bleeding on probing further confirmed the success of the treatment. The treatment of severe cases of periodontitis most often results in increased gingival recession and loss of interdental papillae. In the anterior area, this situation is often considered unpleasant by the patient and results in a reduced oral health-related quality of life. In a restorative approach, the papillae can be reconstructed, which results in satisfying anterior esthetics. Parodontale Heilung https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39297 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39297 Statement des Masterkurses "Parodontologie und Implantattherapie" der DIU Dresden<br>Neering, Sarah / Atik, Riza / Hintze, Jendrik / Junior, Marc Christian / Kubica, Dawid / Laza, Jose Castro / Juch, Johannes / Tomalla, Sven / Mahfoud, Ghayath / Meyle, Jörg / Gröger, Sabine<br>Seite 435 - 440<br>Die Parodontitis ist eine durch pathogene Mikroorganismen verursachte Erkrankung des Zahnhalteapparats, die mit entzündlicher Dysregulation und Dysfunktion von Reaktionswegen und Gewebeschädigung einhergeht. Dabei spielen direkte Einflüsse der Keime ebenso eine Rolle wie Wirts- und Umweltfaktoren. Die Ausheilung der Entzündung geschieht als koordinierter und aktiver Prozess, der im Falle der ungenügenden Limitierung von Reparatur und Narbenbildung gekennzeichnet ist. Lipidmediatoren wie Lipoxine können zu einer Reduktion der inflammatorischen Zellen und einer Erhöhung der Knochenneubildung sowie Regeneration des Zahnhalteapparats beitragen. Resolvine weisen immunregulatorisches Potential auf. Sie dämmen bakterielle Belastungen bei lokalen und systemischen Entzündungen mittels Reduktion der Zytokinproduktion, Hemmung der Akkumulation von neutrophilen Granulozyten und Erhöhung der mononuklearen Zellen und Makrophagen ein. Maresin als weiterer Lipidmediator wirkt ebenfalls antiinflammatorisch. Es hemmt proinflammatorische Zytokine, was die Einwanderung von Neutrophilen in das entzündete Gewebe reduziert und die Aktivität von Makrophagen fördert. Glossar der Grundbegriffe für die Praxis https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39298 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39298 Die Zunge Teil 1: Morphologie und Funktion<br>Petsos, Hari / Aldiri, Talal / Eickholz, Peter<br>Seite 441 - 444 Timisoara 2017 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39301 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39301 Dritte Internationale Summer School für Parodontologie<br>Jentsch, Holger / Stratul, Stefan-Ioan<br>Seite 445 - 447 Parodontologie im zahnärztlichen Behandlungskonzept https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39308 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39308 Sehr erfolgreiche DG PARO-Jahrestagung in Dresden<br>Schmidt, Jana / Lorenz, Katrin / Noack, Barbara<br>Seite 449 - 456 Laudatio zur Verleihung der DG PARO-Ehrenmitgliedschaft an Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas Hoffmann https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39302 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39302 Schlagenhauf, Ulrich<br>Seite 459 - 460 DG PARO-Frühjahrstagung 2018 in Berlin: THEORIE trifft PRAXIS https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39304 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39304 Alles klasse, oder was? - Brauchen wir eine neue Klassifikation?<br>Seite 461 - 462 Wir sind Parodontologie! https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39303 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39303 Das DG PARO/DIU-Masterforum 2017<br>Seite 463 - 464 Prof. Dr. med. dent. Dr. h. c. Dieter E. Lange https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39305 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39305 Pionier der Parodontologie und der oralen Präventiv-Zahnmedizin<br>Ehmke, Benjamin / Eickholz, Peter<br>Seite 465 - 465 Zeitschriftenreferate und Dissertationen https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39299 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39299 Zusammenfassungen von interessanten parodontologischen Artikeln aus internationalen Zeitschriften und Dissertationen<br>Rüdiger, Stefan<br>Seite 467 - 472