Parodontologie 2/2018 https://paro.quintessenz.de Die Zeitschrift vermittelt dem interessierten Zahnarzt in Praxis und Klinik die neuesten Erkenntnisse, Entwicklungen und Tendenzen auf dem Gebiet der Parodontologie. Die hochwertige Ausstattung mit vielen, meist farbigen Abbildungen und der ausgeprägte Fortbildungscharakter sprechen für diese Fachzeitschrift. • 4 x im Jahr direkt auf Ihren Schreibtisch. • Übersichtsartikel, klinisch-wissenschaftliche Beiträge und praxisrelevant aufbereitete Studien aus allen Bereichen der Parodontologie. • Schwerpunkthefte zu praxisrelevanten Themen informieren detailliert über aktuelle Trends und ermöglichen eine umfassende Fortbildung. • Mit kostenlosem Zugang zur Online-Version recherchieren Abonnenten komfortabel online - auch rückwirkend ab 2003 im Archiv. • Kostenloser Zugang zur App-Version für Abonnenten. Dieser RSS-Feed enthält das jeweils neueste Inhaltsverzeichnis einschließlich Abstracts. de Quintessenz Verlags-GmbH 2018-05-09 Parodontologie 2/2018 https://paro.quintessenz.de https://www.quintessenz.de/webservices/COVER/j_7_norm.png Wenn die Zahnhälse frei liegen https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40342 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40342 Was tun bei fazialen/oralen Rezessionen?<br>Eickholz, Peter<br>Seite 109 - 109 Zum Jubiläum von Prof. Raetzke https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40343 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40343 Ein Pionier der Parodontologie wird 80 Jahre alt<br>Ratka-Krüger, Petra<br>Seite 111 - 112 Wenn die Zahnhälse frei liegen! https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40353 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40353 Ätiologie und Diagnostik fazialer/oraler Rezessionen<br>Eickholz, Peter / Dannewitz, Bettina<br>Seite 115 - 126<br>Faziale/orale Rezessionen bezeichnen Attachmentverluste und Knochenabbau rein fazial und/oder oral bei intaktem oder reduziertem approximalen Gewebe. Sie können zu einer Beeinträchtigung der Ästhetik, zu Dentinhypersensibilität, Plaqueakkumulation, zur Entwicklung von Karies und/oder von nichtkariösen, zervikalen Defekten (non-carious cervical lesion; NCCL), zu endodontischen Komplikationen, zu gingivaler Entzündung und zu parodontalen Attachmentverlusten führen. Während zirkuläre (faziale, orale und approximale) Rezessionen in den allermeisten Fällen infolge einer Gewebezerstörung durch Parodontitis auftreten, können in der Pathogenese der fazialen/oralen Rezessionen auslösende (Traumata) und prädisponierende pathogenetische Faktoren unterschieden werden. Bei Erhebung eines kompletten Parodontalstatus werden die Rezessionstiefen unmittelbar als Distanz zwischen Schmelz-Zement-Grenze und Gingivarand oder mittelbar als Differenz aus Attachmentlevel und Sondierungstiefe erfasst und dokumentiert. Zur Erfassung weiterer Charakteristika der Rezessionen und Befunde der mukogingivalen Weichgewebe werden zusätzliche Parameter erhoben (Rezessionsbreite, Breite der keratinisierten/befestigten Gingiva). In der Literatur werden verschiedene Klassifikationen zu gingivalen Rezessionen beschrieben, welche die Lagebeziehung zur mukogingivalen Grenze, die knöcherne und weichgewebliche Situation in den benachbarten Interdentalbereichen sowie die Zahnstellung oder Defekte der Zahnhartsubstanz im Bereich der Schmelz-Zement-Grenze berücksichtigen. Kiefermodelle eignen sich sehr gut zur Dokumentation von Rezessionsbefunden. Vor allem bei fazialen Rezessionen stellen klinische Fotos wesentliche dokumentarische Unterlagen dar. Diese Unterlagen sind auch bedeutsam und hilfreich, um dem Patienten im Falle einer Verlaufskontrolle oder nach einer Therapie (chirurgische Rezessionsdeckung) die Stabilität bzw. Verbesserung der mukogingivalen Verhältnisse darstellen zu können. Die Envelope-Technik https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40345 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40345 Rückblick auf ein erfolgreiches Therapieverfahren<br>Ratka-Krüger, Petra / Wölber, Johan Peter / Roßberg, Matthias / Schacher, Beate<br>Seite 129 - 136<br>Zur Rezessionsbehandlung stehen verschiedene chirurgische Verfahren zur Verfügung. Die Auswahl der Methode richtet sich nach der Rezessionsmorphologie sowie dem vorhandenen Weichgewebe in der direkten Umgebung der Rezession bzw. der potenziellen Spenderregion. Ist genügend keratinisierte Gingiva in der Nachbarregion der Rezession vorhanden, kann das Gewebe in Form von gestielten Verschiebelappen zur Wurzeldeckung herangezogen werden. Bei fehlender oder sehr schmaler Gingiva können diese Verfahren nicht angewendet werden. Die Rezessionsbehandlung muss hier durch freie Transplantation von Bindegewebe oder Gingiva erfolgen. Die Envelope-Technik ist ein spezielles Transplantationsverfahren, das in der Hand eines entsprechend trainierten Operateurs gute vorhersagbare Ergebnisse erzielt und sich bereits über viele Jahre etabliert hat. Verschiebelappentechniken zur plastischen Deckung von Gingivarezessionen https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40344 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40344 Eine Übersicht<br>Christgau, Michael<br>Seite 139 - 155<br>Gingivale Rezessionen sind bei einem großen Anteil unserer Patienten vorzufinden. Neben anderen möglichen ätiologischen Faktoren wird eine traumatische Zahnputztechnik als die Hauptursache für ihre Entstehung angesehen, insbesondere, wenn ein dünner parodontaler Biotyp vorliegt. Auch wenn gingivale Rezessionen in der Regel nicht die Prognose der betroffenen Zähne gefährden, verursachen sie dennoch ästhetische Probleme, Hypersensibilitäten sowie mögliche Zahnhartsubstanzverluste im zervikalen Bereich. Das Ziel der plastischen Deckung von Rezessionen ist die Schaffung einer gesunden, langfristig stabilen und ästhetisch ansprechenden Weichgewebesituation mit einer möglichst vollständigen Wurzelbedeckung bei gleichzeitig guter Farbanpassung an das umliegende Gewebe, harmonischem Gingivaverlauf und Ausbleiben von sichtbarem Narbengewebe. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Therapieverfahren für die plastische Deckung von Rezessionen beschrieben, wobei Verschiebelappentechniken sehr früh eine zentrale Bedeutung erlangten. Alle derzeit verfügbaren systematischen Übersichtsarbeiten zeigen, dass bei der Behandlung von singulären Rezessionen der koronale Verschiebelappen (KVL) das effektivste Verfahren darstellt. Darüber hinaus können die Ergebnisse noch signifikant verbessert werden, wenn zusätzlich ein autologes subepitheliales Bindegewebetransplantat (BGT) oder Schmelz-Matrix-Proteine (SMP) verwendet werden. Auf dem heutigen Stand der Wissenschaft gilt die Kombination von koronalem Verschiebelappen mit einem Bindegewebetransplantat als der Goldstandard bei der Deckung singulärer Rezessionen mit Verschiebelappen. Dieses Verfahren ermöglicht im Vergleich zu allen anderen Verfahren die höchste Rate an kompletten Wurzeldeckungen und die mit Abstand beste Langzeitstabilität der Heilungsergebnisse. Für die Therapie der sehr häufig anzutreffenden multiplen benachbarten Rezessionen fällt die vorhandene wissenschaftliche Evidenz bisher deutlich geringer aus. Aber auch hier deutet vieles darauf hin, dass neben den Tunneltechniken der koronale Verschiebelappen, idealerweise auch wieder in Kombination mit einem autologen Bindgewebetransplantat, vorhersagbare und ästhetisch ansprechende Ergebnisse liefert, insbesondere, wenn auf vertikale Inzisionen verzichtet werden kann. Der Ersatz der Bindgewebetransplantate durch xenogene Kollagenmatrices verkürzt zwar die Operationszeit und reduziert auch die Morbidität für die Patienten durch den Wegfall der Transplantatentnahme am Gaumen, jedoch konnten mit den verfügbaren Kollagenmaterialien bisher noch nicht ähnlich gute und stabile Resultate erzielt werden wie mit den autologen Bindgewebetransplantaten. Autogene Schleimhauttransplantate an oralen Implantaten https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40346 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40346 Meyle, Jörg<br>Seite 157 - 162<br>Die Notwendigkeit autogener "freier" Schleimhauttransplantate an natürlichen Zähnen zur Verbreiterung der Gingiva ist nicht unumstritten. Neben ästhetischen Nachteilen wurde gezeigt, dass gesunde parodontale Verhältnisse auch bei einer reduzierten gingivalen Breite möglich sind und ein Attachmentverlust vermieden werden kann. Im Gegensatz dazu sollte die Durchtrittsstelle enossaler dentaler Implantate in fixierter verhornter Mukosa liegen, um die Mundhygiene zu erleichtern und ein Abziehen beim Kauen und mimischen Bewegungen auszuschließen. Parodontitistherapie bei Amlodipin-assoziierter Gingivavergrößerung https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40347 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40347 Fallbericht einer Patientin unter antithrombotischer Triple-Therapie<br>Sonnenschein, Sarah / Rahim, Sonja<br>Seite 163 - 174<br>Der Fallbericht beschreibt die systematische Parodontitistherapie einer Patientin unter antithrombotischer Triple-Therapie mit einer medikamenteninduzierten Gingivavergrößerung. Die Patientin litt bei Erstvorstellung unter andauernden gingivalen und parodontalen Blutungen sowie einem reduzierten Allgemeinzustand. Durch eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit von Hausarzt/Internist und Parodontologen konnten gesunde gingivale und parodontale Verhältnisse bei vollständiger Remission der Gingivavergrößerung und eine deutliche Verbesserung des Allgemeinzustands der Patientin erzielt werden. NETosis: aktuelle Erkenntnisse zu leukozytären Abwehrfunktionen bei Parodontitis https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40348 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40348 Statement des Masterkurses "Parodontologie und Implantattherapie" der DG PARO und DIU<br>Michaelis, Malte / Keim, David / Beschow, Volker / Hahn, Florian / Hribar, Markus / Pausch, Tobias / Staufer, Sebastian / Herrmann, Jens M.<br>Seite 177 - 181<br>Extrazelluläre Netze der Granulozyten (Neutrophil extracellular traps; NETs) wurden 2004 erstmalig von Brinkmann aus der MPI-Arbeitsgruppe von Zychlinsky bei aktivierten Zellen beschrieben. Diese Zellen schleuderten entwundenes Kernmaterial (DNA in Strang- oder Netzform) besetzt mit bakteriziden Produkten nach außen und interagierten mit den umgebenden Bakterien. Der Vorgang wurde seinerzeit, ausgehend von nukleärer DNA assoziiert mit spezifischen bakteriziden Granulaproteinen bzw. -enzymen (Elastase, LL-37 etc.), als "suizidale NETosis" bezeichnet. Wenn reichlich Kernmaterial und bakterizide Komponenten unter Zerstörung der Membran nach extrazellulär katapultiert wurden, gingen die Granulozyten daran zugrunde. Bei partiellem DNA-Verlust oder Einbeziehung mitochondrialen Chromatins kommt es hingegen zur "vitalen NETosis". Die mit bakteriziden Granulaprodukten behafteten filamentären DNA-Stränge sind jeweils in der Lage, eine Disseminierung von Bakterien, Degradation von Partikeln oder Virulenzfaktoren sowie die Abtötung von Antigenen wie Bakterien und Pilzen auszulösen. Weitestgehend unklar bleibt der Aktivierungs- bzw. Signalweg zur Differenzierung von welcher intrazellulären Quelle die freigesetzte DNA stammt. Die Rolle der Netzbildung (NETosis) im Rahmen der Pathogenese der Parodontitis wird diskutiert. Bemerkenswert sind vor allem die Nachaussenkehrung (typischerweise intrazellulärer bzw. intraphagolysosomaler) bakterizider Stoffe und Funktionen, die zu kollateralen Schäden an Wirtszellen und -geweben beitragen. Leserbrief https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40349 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40349 Krause, Michael / Dannewitz, Bettina<br>Seite 183 - 186<br>Zum Beitrag "Der Parodontale Screening-Index (PSI)" von PD Dr. Bettina Dannewitz und Prof. Dr. Peter Eickholz, erschienen in der PARODONTOLOGIE 2018;29:7-13, erreichte uns ein Leserbrief von Dr. Michael Krause (Dresden). Er wird an dieser Stelle ergänzt durch eine Stellungnahme von PD Dr. Dannewitz. Für den Inhalt sind allein die Autoren verantwortlich. THEORIE trifft PRAXIS: "Alles klasse, oder was?" https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40350 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40350 DG PARO-Frühjahrstagung, 02.-03.02.2018, Berlin<br>Pappe, Christina / Schildauer, Katharina / Vogel, Katrin / Dommisch, Henrik<br>Seite 187 - 191 23. Graduiertentreffen Süd in Würzburg / Master - was nun? Der M.Sc. in der Praxis / ÄSTHETIK in der PARODONTOLOGIE https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40351 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40351 Seite 193 - 197 Zeitschriftenreferate und Dissertationen https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40352 https://paro.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=40352 Zusammenfassungen von interessanten parodontologischen Artikeln aus internationalen Zeitschriften und Dissertationen<br>Rüdiger, Stefan<br>Seite 199 - 204