Kieferorthopädie 4/2017 https://kfo.quintessenz.de Die "Kieferorthopädie" informiert viermal im Jahr über die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen aus Praxis und Wissenschaft. Die Beiträge befassen sich mit allen Sachgebieten der modernen Kieferorthopädie. • 4 x im Jahr direkt auf Ihren Schreibtisch. • Praxisnahe Patientenberichte und Übersichtsartikel bilden das Herzstück jeder Ausgabe. • Kongressberichte, Buchbesprechungen, Praxistipps, Interviews und eine ausführliche Übersicht über kieferorthopädische Fortbildungsveranstaltungen runden das redaktionelle Spektrum ab. • Eine Vielzahl von anschaulichen, zum größten Teil farbigen Abbildungen in optimaler Reproduktionsqualität illustriert die einzelnen Beiträge. • Mit kostenlosem Zugang zur Online-Version recherchieren Abonnenten komfortabel online - auch rückwirkend ab 2003 im Archiv. • Kostenloser Zugang zur App-Version für Abonnenten. Dieser RSS-Feed enthält das jeweils neueste Inhaltsverzeichnis einschließlich Abstracts. de Quintessenz Verlags-GmbH 2017-12-20 Kieferorthopädie 4/2017 https://kfo.quintessenz.de https://www.quintessenz.de/webservices/COVER/j_6_norm.png Strahlkraft, ganz galant, "I bims" und die Zeit https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39578 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39578 Ludwig, Björn<br>Seite 339 - 339 Behandlung eines offenen Bisses mit High-Pull-Headgear und Gesichtsmaske https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39579 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39579 Methodik und Fallbeispiel<br>Kinzinger, Gero<br>Seite 343 - 350<br>Die Korrektur des offenen Bisses nach Abschluss des Wachstums erfordert in den meisten Fällen eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung. Im vorliegenden Fallbeispiel wird eine Methode beschrieben, mit der bei moderaten Formen des offenen Bisses und guter Mitarbeit des Patienten eine chirurgische Intervention vermieden werden kann: Durch die Kombination aus High-Pull-Headgear und Gesichtsmaske erfährt die Oberkieferdentition im posterioren Bereich eine Intrusion und im anterioren Bereich eine Extrusion. In der Folge rotiert der Unterkiefer nach vorne und oben, sodass der offene Biss durch Schwenkung der Okklusionsebene geschlossen werden kann. Schmelzentkalkungen im kieferorthopädischen Praxisalltag https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39580 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39580 Zwei moderne Strategien zur Prophylaxe und zum Handling<br>Knösel, Michael / Vogel Alvarez, Roberto<br>Seite 351 - 356<br>Die erhöhte Inzidenz von Schmelzentkalkungen und White-Spot-Läsionen (WSL) bzw. White-Spot-Karies während der festsitzenden kieferorthopädischen Behandlung bringt für Behandler und Patienten die Notwendigkeit des Abwägens zum einen medizinisch relevanter, zum anderen jedoch auch wirtschaftlicher Aspekte mit sich. Treten die WSL während der kieferorthopädischen Behandlung auf, z. B. nach Unterlassung einer Bracketumfeldversiegelung in Kombination mit unzureichender Mundhygiene, ergeben sich Fragestellungen zum Behandlungsablauf. Oft sind die kieferorthopädischen Behandlungsziele noch nicht erreicht, und ein Behandeln der WSL durch z. B. Infiltration während statt nach der festsitzenden Behandlung ist nicht unkompliziert, da Brackets entfernt und wiederbefestigt werden müssen. Bezogen auf die praktische Herangehensweise und Handlungsabfolge stellt sich die Frage nach dem geeigneten Infiltrationszeitpunkt sowie der Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Hauszahnarzt und Kieferorthopäden. Der folgende Artikel zeigt anhand der Lingualtechnik und der WSL-Infiltration zwei moderne Behandlungsstrategien zur Vermeidung bzw. Therapie postorthodontischer Schmelzentkalkungen auf. Kieferorthopädische Therapie der Klasse II https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39581 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39581 Effiziente Behandlungsmethode mit amda<br>Papadopoulos, Moschos A.<br>Seite 357 - 369<br>Eine Möglichkeit zur Behandlung von Klasse II-Anomalien ist die Distalisation der oberen Molaren mit anschließender Retraktion der Prämolaren und Frontzähne. In den letzten Jahrzehnten sind dafür die verschiedensten Apparaturen vorgestellt worden, die unabhängig von der Mitarbeit des Patienten wirken. Wesentliche Fortschritte konnte durch die Kopplung dieser Apparaturen mit kieferorthopädischen Miniimplantaten erreicht werden. Die skelettale Verankerung minimiert bzw. vermeidet unerwünschte Nebenwirkungen der dento-alveolär verankerten Geräte. Die unvermeidlichen reziproken Kräfte werden über die Miniimplantate kompensiert. Anhand des Beispiels einer 17-jährigen Patientin wird die Funktion und das biomechanische Konzept von amda (advanced molar distalisation appliance) illustriert. Mit dieser Apparatur ist nicht nur die symmetrische oder asymmetrische körperliche Distalisation der Molaren an sich, sondern auch deren Verankerung für die Retraktion von Prämolaren und Frontzähnen möglich. Als weitere Option kann amda für unilaterale oder asymmetrische Distalisation, die bilaterale Mesialisation sowie die Kombination von unilateraler Mesialisation und Distalisation genutzt werden. Effiziente Behandlung des Deckbisses (Klasse II:2) https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39582 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39582 Pancherz, Hans<br>Seite 371 - 381<br>Der beste Zeitpunkt für eine effiziente und zuverlässige Behandlung eines Deckbisses (Klasse II:2) ist im bleibenden Gebiss und zwar mit einer Herbst-Apparatur als Teil einer MB-Herbst-MB-Therapie. Die Herbst-Apparatur ist wie geschaffen für eine Deckbissbehandlung. Die ungewollte Proklination der unteren Frontzähne bei einer Klasse-II:1-Therapie mit der Herbst-Apparatur ist von Vorteil bei einer Deckbissbehandlung. Die Proklination der Incisivi verkleinert dabei den Interincisalwinkel, verbessert die vertikal Abstützung der unteren zu den oberen Incisivi und fördert somit einen stabilen Overbite nach der Behandlung. Aufgrund der ausgeprägten Rezidivneigung jeder Deckbissbehandlung ist eine Dauerretention mit geklebten lingualen Eckzahn-zu-Eckzahn-Retainern im Ober- und Unterkiefer nach der Behandlung notwendig. Einfache Ursache - 5-fache Wirkung https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39583 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39583 Teil 3: Steuerung der Zahnbewegung<br>Schwindling, Franz-Peter<br>Seite 383 - 387<br>In diesem Beitrag geht es um die Kontrolle der Zahnbewegung. Wie ist es möglich, mit einer einzigen Ursache - der Kraft - die vielfältigen Arten der Zahnbewegung zu erzeugen, die zur einer effizienten orthodontischen Therapie benötigt werden? Das Verfahren dazu nennt sich Steuerung der Zahnbewegung, und der Schlüssel zum Erfolg ist der Kraftansatzpunkt. Das AirNivol-System in der kieferorthopädischen Praxis https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39584 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39584 D'Antò, Vincenzo / Razionale, Armando Viviano / Savignano, Roberto / Barone, Sandro<br>Seite 389 - 398<br>Die Vorhersagbarkeit des Erfolges einer kieferorthopädischen Behandlung ist für Patienten ebenso wie für Kieferorthopäden sehr relevant. In der Literatur dokumentierte Behandlungsergebnisse können eine ausgezeichnete Möglichkeit bezüglich der Prognose spezifischer Behandlungsresultate darstellen. Somit sollte die Absehbarkeit einer Aligner-Behandlung aus theoretischer Sicht durch einen evidenzbasierten Ansatz signifikant erhöht werden. Angesichts der kaum verfügbaren Evidenz stellt die klinische Arbeit unglücklicherweise immer noch eine auf Erfahrungen basierte Tätigkeit dar. Aus diesem Grunde wurde das AirNivol-System gemäß der biologischen Voraussetzungen entwickelt und zielt auf ein individualisiertes Phasenverfahren, das auf den biomechanischen Prinzipien der Zahnbewegung basiert. Dieser Beitrag konzentriert sich auf das Konzept des AirNivol-Systems. Besondere Beachtung wird dabei der Vorhersagbarkeit der biomechanischen Reaktion zuteil, welche eine grundlegende Relevanz für den Aufbau eines zuverlässigen klinischen Protokolls konstituiert. Original-Patientenpräsentation des Austrian Board of Orthodontists (ABO) https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39585 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39585 Silli, Silvia M. / Triessnig, Fanny<br>Seite 399 - 410<br>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br>auf der diesjährigen DGKFO-Tagung konnte ich viele interessante und horizonterweiternde Gespräche mit engagierten Kolleginnen und Kollegen führen. Ein Gespräch ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben, ging es doch dabei um "Sinn und Unsinn" evidenzbasierter Kieferorthopädie.<br>Mein Gesprächspartner war ein Mittsechziger, ein Praktiker mit jahrzehntelanger Erfahrung, der sich immer noch für unseren wunderbaren Beruf begeistern kann. Nolens volens - wir befanden uns schließlich auf der wissenschaftlichen Jahrestagung der DGKFO - kamen wir auf die Thematik der Evidenz zu sprechen. Quintessenz unseres Gesprächs war: objektive und systematische Forschung, externe Evidenz, ist als Basis und für den Fortschritt unseres Fachgebiets gewiss notwendig. Aber entscheidend für das Ergebnis einer Behandlung ist letztlich die interne Evidenz, sprich die Erfahrung und Expertise des Kieferorthopäden!<br>Der großartige Björn U. Zachrisson beschrieb interne Evidenz folgendermaßen: "Klinische Exzellenz ist das Resultat persönlichen Engagements, das Optimum zu erreichen" (Kieferorthopädie 2007;21:109-117).<br>Viel Spaß beim Studium eines weiteren Beispiels von klinischer Exzellenz wünscht Ihnen mit herzlichen kollegialen Grüßen<br>Ihre<br>DDr. Silvia M. Silli<br>Mitglied des Austrian Board of Orthodontists<br>Member of the European Board of Orthodontists Digitaler Workflow bei der Anwendung von Miniimplantaten https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39586 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39586 TADmatch-Modul der OnyxCeph3-Software<br>Eigenwillig, Philipp / Chhatwani, Sachin / Ludwig, Björn<br>Seite 411 - 416 Zusammenfassung interessanter internationaler Artikel aus dem Bereich Kieferorthopädie https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39587 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39587 Miethke, Rainer-Reginald<br>Seite 419 - 426<br>In den folgenden Artikelvorstellungen geht es allgemein um neue Verfahren, selbst wenn möglicherweise einige Behandler bereits mit ihnen vertraut sind. Dennoch ist beispielsweise die Piezocision sicher kein Standardverfahren in unseren kieferorthopädischen Praxen. Die beiden zu diesem Thema hier referierten Publikationen widersprechen sich offensichtlich. Wurden sie also ausgewählt, weil sich gegenwärtig die Pro/Kontra-Darstellung in vielen Medien großer Beliebtheit erfreut? Oder handelt sich bei diesen beiden Veröffentlichung nicht um ein Für und Wider, sondern eher um einen Vergleich von Äpfel mit Birnen? Wie auch immer Sie diese beiden Fragen beantworten, liebe Leser der KIEFERORTHOPÄDIE, auf jeden Fall können Sie bei Ihrer Lektüre feststellen, wie komplex das Thema Piezocision ist. So wird es vermutlich noch eine ganze Weile dauern, bis eine verbindliche Bewertung dieser Methode für den klinischen Alltag zustande kommt. Im dritten Referat geht es mit dem Vermeiden von Röntgenstrahlen um ein Problem, das gegenwärtig sehr dringlich ist. Aber Strahlenhygiene darf nie so weit gehen, dass eine unvollständige Diagnose die Folge ist. Dies ist der Gesichtspunkt, der beim dritten Referat im Vordergrund steht. Dennoch ist Information alles, denn die Publikation weist auf eine Entwicklungstendenz hin, die man im Auge behalten sollte.<br>Ihr, <br>Prof. em. Dr. Rainer-Reginald Miethke Unscharf begrenzte Aufhellung in der Unterkieferfrontzahnregion als Zufallsbefund https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39588 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39588 Binger, Thomas / Reiter, Jennifer / Weimann, Rosemarie<br>Seite 427 - 430 Update Zahnmedizin für Kieferorthopäden https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39589 https://kfo.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=39589 Das 29. Symposion Praktische Kieferorthopädie<br>Skupin, Anja<br>Seite 431 - 440