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Quintessenz Newsletter

13.03.2014

Liebe Leser,

mit dem neuen Jahr wollen wir Ihnen einige Neuheiten aus dem Hause Quintessenz vorstellen.

Zunächst einmal haben wir unserem Newsletter ein neues Erscheinungsbild gegeben. Ganz nach dem Motto "Weniger ist mehr" bieten nun kurze Teasertexte einen Einstieg in den jeweiligen Beitrag, und mit nur einem Klick kann der komplette Artikel auf der entsprechenden Webseite nachgelesen werden. Dieses neue Angebot hat auch für uns große Vorteile, denn durch die Umstellung auf die webbasierte elektronische Verknüpfung lässt sich jetzt leicht ermitteln, welche Rubriken besonders gefragt sind und welche Themenbereiche eher weniger Anklang finden.

Neu ist außerdem, dass der Quintessenz Verlag erstmals eine zahnmedizinische Fachmesse durchführt: Unser neues Projekt id mitte und unsere neue Kollegin Josefine Wolff, Projektleiterin dieser Fachmesse, werden in diesem Newsletter vorgestellt.

Neues gibt es auch wieder in den Bereichen Buch, Zeitschriften und Digitale Medien. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie ebenfalls in dieser Ausgabe unseres neuen Newsletters.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr Quintessenz Youngster-Team

Buch-Neuheiten
Ein künftiges Standardwerk
Ein ganz besonders wichtiges, schönes und gelungenes Buch verspricht "Implantatprothetik. Ein patientenorientiertes Konzept" von Prof. Dr. Stefan Wolfart (Aachen) und Mitautoren zu werden, dessen Veröffentlichung wir uns für Juni vorgenommen haben und an dem unsere Reprografen, Layouter und Lektoren gemeinsam mit dem Autor mit großem Einsatz arbeiten. Während zu den chirurgischen Aspekten der Implantologie - nicht zuletzt aus unserem Verlag - viel hochwertige Fachliteratur zur Verfügung steht, fehlt für die implantatprothetische Versorgung der Patienten ein umfassendes, systematisches Lehr- und Handbuch.

Das Werk von Prof. Wolfart wird diese Lücke in vorbildlicher Weise schließen. Illustriert mit weit über 2.000 Abbildungen und einer Vielzahl von Flowcharts, stellt es ein schlüssiges, evidenzbasiertes Konzept zur prothetisch orientierten Implantation und individuellen ästhetischen prothetischen Versorgung vor, durchdacht von der ersten Planung bis zur Nachsorge. Die entscheidenden Schnittstellen zwischen Implantologe und Prothetiker, Prothetiker und Zahntechniker sowie zwischen Patient und Behandlungsteam werden detailliert erläutert.

Mit Sicherheit ein künftiges Standardwerk und ein Muss nicht nur für Implantologen und Prothetiker, sondern für praktisch jeden Zahnarzt und Zahntechniker. Wir freuen uns und sind sehr gespannt!

Klicken Sie hier für weitere Informationen und um online vorzubestellen.


Ihr Lektorat

Digitale Medien
Das Film-Highlight 2014!
Die 2014 erscheinende Publikation "Die parodontale Regeneration" ist das 3. Modul unserer interdisziplinären Reihe Kommunikation der Zellen. Unter der wissenschaftlichen Leitung der Autoren B. Stadlinger und H. Terheyden waren dieses Mal D. Cochran (USA), S. Jepsen (Deutschland), A. Sculean (Schweiz), Y. Izumi (Japan) und D. Bosshard (Schweiz) Teil des internationalen Advisory Boards.
Der neue 3D-Wissenschaftsfilm zeigt, wie sich der Zahnhalteapparat, bestehend aus Gingiva, Alveolarknochen, Parodont und Wurzelzement, bei Störungen regeneriert. Der Film behandelt in vier Phasen die folgenden Themen:

Phase 1 - Die Bildung des Zements
Phase 2 - Kieferorthopädische Zahnbewegung
Phase 3 - Trauma und Parodontitis
Phase 4 - Die parodontale Regeneration

Visuell erhält der Zuschauer erneut eine beeindruckende Vorführung der zellulären Prozesse auf makroskopischer, mikroskopischer und submikroskopischer Ebene (siehe Abb.: Knochenoberfläche mit Sharpey'schen Fasern und Osteoklast). Als Vorlage für die Haupt- und Nebendarsteller des Films dienen u.a. elektronenmikroskopische Aufnahmen (siehe Abb.: Makrophagen auf Glas 800x SEBSE (Quelle: eye of science)). Die neue dreidimensionale Perspektive gewährt so faszinierende Einblicke in eine ganz besondere Detailwelt und ermöglicht das Erleben von "Altbekanntem".

Die internationale Filmpremiere der englischen Filmversion findet im Rahmen des ITI World Symposium vom 24.-26. April 2014 in Genf statt. Die deutsche Fassung erscheint anlässlich des Deutschen Zahnärztetages im November 2014 in Frankfurt/Main.

Änne Klebba / Projektmanagement Digitale Medien

Neu im Quintessenz Verlag
"Bonjour!"...
... hallt es durch den Flur, blonde Locken fliegen vorbei, eine Tür knallt - Josefine Wolff ist an ihrem Schreibtisch angekommen. Und dieser steht seit Mai 2013 im Quintessenz Verlag, gerahmt von Messehallengrundrissen, Standplänen und einem großen lachenden Mund auf blauem Hintergrund. Ja, das könnte auch ihr eigener sein, ist aber das neue Zeichen der id mitte, der parallel zum Deutschen Zahnärztetag stattfindenden, besucher- und flächenstärksten nationalen Fachmesse im Dentalbereich. Und mit diesem lachenden Mund als neuem Key Visual übernahm Frau Wolff als Projektleiterin gemeinsam mit dem Quintessenz-Geschäftsführer Herrn Ammann die Neukonzeption und Organisation der id mitte und blies ersten frischen Wind durch die Messehallen. Mit Bestehendem geht sie durchaus auch hart ins Gericht: "Das ist voll Neunziger", sagt sie und meint angestaubte Layouts und Konzepte. Sie selbst, "voll Achtziger" (Jahrgang 1985), will mit neuen Ideen der id mitte ein neues Gesicht geben und dabei gern auch etwas Staub aufwirbeln.

Die gebürtige Berlinerin absolvierte nach dem Abitur beim Dental-Depot "Wolf + Hansen", einem mittelständischen Depot in Berlin, eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. Schon während der Ausbildung konzipierte und organisierte sie Veranstaltungen im Bereich der zahnärztlichen Fort-/Weiterbildung sowie lokale Messen und Incentives. Sie leitete bei "Wolf + Hansen" die neugegründete Marketingabteilung und lernte zudem "ihre" Kunden im intensiven Kontakt im Außendienst kennen. Dieser enge und gute Kontakt zu den Zahnärzten ist ihr besonders wichtig, gilt es doch, deren Bedürfnisse zu verstehen, um markt- und zielgruppenorientierte Veranstaltungen zu entwickeln und erfolgreich durchzuführen.

Ein berufsbegleitendes Studium zur Diplom-Marketing-Kommunikationswirtin (IMK) ergänzte ihr persönliches Profil und erweiterte ihre beruflichen Perspektiven und Ansprüche, sodass sie die Suche nach entsprechenden Projekten 2013 zum Quintessenz Verlag führte. Ihr Background aus dem Dentalhandel, ihr Fachwissen und die persönlichen Kontakte bilden die perfekte Grundlage, um die id mitte entsprechend den Bedürfnissen von Ausstellern und Besuchern anzugehen und Synergieeffekte mit dem Deutschen Zahnärztetag, der seit Langem vom Quintessenz Verlag organisiert wird, zu nutzen.

Mit neuen, kreativen Wegen möchte sie zur und über die Messe führen und Kongressteilnehmer wie auch Messebesucher aus der Region begeistern. Dafür braucht es gute Ideen und manchmal auch einen großen Mund. Und beides hat sie... ;-)


Anita Hattenbach / Redaktion

Kongresse
Quintessenz-Veranstaltungen April bis Juni 2014


41. Internationale Fortbildungstagung für Zahntechniker
16.-22.03.2014 • St. Moritz, Schweiz

DSD - Emotional Dentistry on Top of the World
21.-22.03.2014 • St. Moritz, Schweiz

4. Deutscher Halitosistag
21.-22.03.2014 • Berlin

5-Tage-Fachkurs Dentalberater/in
07.-11.04.2014 • Berlin

6. Swiss Symposium on Esthetic Dentistry
09.-10.05.2014 • Zürich, Schweiz

44th Scientific Congress Turkish Society of Periondontology
09.-10.05.2014 • Istanbul, Türkei

Neu im Quintessenz-Veranstaltungskalender:
CEREC-Tag
16.-17.05.2014 • Berlin

1. Congresso Quintessenza Edizioni
29.-31.05.2014 • Verona, Italien

Frühjahrstreffen Neue Gruppe
29.05.-01.06.2014 • Wiesensee-Westerwald

24th International Symposium on Ceramics
06.-08.06.2014 • Hollywood, USA

2nd Int. Symposium Esthetic, Restorative & Implant Dentistry / 8th BDIZ EDI European Symposium
26.-28.06.2014 • Barcelona, Spanien

12. VDZE Jahrestagung / 14. ENDODONTIE Symposium
27.-28.06.2014 • Frankfurt am Main



Vorschau "Die Quintessenz"
Das erwartet Sie in den nächsten Quintessenz-Ausgaben
Nachdem in Heft 10/2013 in der Sektion Oralchirurgie das Thema "Intraossäre Nebenbefunde in DVT-Aufnahmen bei der Weisheitszahndiagnostik" behandelt worden ist, beschäftigt sich ein in der April-Ausgabe erscheinender Artikel mit den extraossären Nebenbefunden in diesen Aufnahmen.

Für den April sind außerdem Beiträge über defektorientierte Restaurationen mit Inlays und Teilkronen (Sektion Zahnerhaltung), kombinierte Paro-Endo-Läsionen (Sektion Endodontie), die antiinfektiöse und regenerative Behandlung einer lokalisiert schweren chronischen Parodontitis (Sektion Parodontologie) sowie die klinische Bewährung weitspanniger Brücken (Sektion Prothetik) vorgesehen.

Die minimalinvasive Zahnmedizin ist ein grundlegendes Konzept in der modernen Zahnheilkunde. Das im Mai erscheinende Schwerpunktheft zu dem Thema beleuchtet, wie dieses Konzept in den Bereichen Zahnerhaltung, Endodontie, Parodontologie, Prothetik, Implantologie und Kinderzahnheilkunde in die Praxis umgesetzt wird.

Die Juni-Ausgabe wird u.a. Übersichtsarbeiten über das Bleichen vitaler Zähne (Sektion Zahnerhaltung) sowie den Alveolenerhalt nach Zahnentfernung (Sektion Implantologie) bieten und aufzeigen, was der Zahnarzt über Speicheldrüsenerkrankungen wissen sollte (Sektion Orale Medizin).

Ihre Quintessenz-Redaktion

Buch-Neuheiten
Funktion und Ästhetik
Im zweiten Quartal 2014 wird das seit Langem erwartete Buch von Max Bossart Funktion und Ästhetik - Rehabilitation des Unbezahnten nach der Original-Gerber-Methode erscheinen. In 26 großzügig bebilderten Kapiteln vermittelt der Autor nicht nur eigene Erfahrungen aus seiner jahrzehntelangen Tätigkeit, sondern auch die Gesamtdarstellung eines modernen prothetischen Konzeptes, das auf Gerbers Philosophie der multilokalen autonomen Kaustabilität gründet.

Da uns ein von Professor Albert Gerber persönlich geschriebenes, vollständiges Lehrbuch über Totalprothetik fehlt, ist das Buch von Max Bosshart absolut grundlegend, da er mehrere Jahre an der Seite Professor Gerbers arbeitete, die Entwicklung seines Systems aus nächster Nähe beobachtete und es anschließend sogar weiterentwickelte. Der Autor beschreibt detailliert und leicht verständlich sämtliche Arbeitsschritte von der Löffelherstellung, Modellherstellung, Artikulatormontage und Prothesenaufstellung bis hin zur Fertigstellung, Eingliederung und Nachkontrolle. Alle zahnärztlichen und zahntechnischen Arbeitsschritte werden dabei gleichermaßen berücksichtigt und jeweils in eigenen Kapiteln besprochen. Das Buch verdeutlicht, wie sich heute im Bereich der Totalprothetik die stetig steigenden ästhetischen Ansprüche ohne funktionelle Abstriche befriedigen lassen.

Ihr Lektorat

Digitale Medien
Dental Campus und Quintessenz starteten im Herbst 2013 Zusammenarbeit im E-Learning
Dental Campus ist eine neue E-Learning-Plattform in der oralen Implantologie. Durch ihr didaktisches Konzept, die hohe Qualität des Inhalts und die Interaktivität setzt sie neue Maßstäbe in der zahnärztlichen Fortbildung. Umfassendes theoretisches Wissen ist direkt mit praktischen Informationen zu Techniken und Produkt-Handling verknüpft. Ob Einsteiger oder erfahrener Implantologe - aktuelles Fachwissen kann sofort in konkretes Behandlungs-Know-how umgesetzt werden (siehe Abb.: Education - Online-Seminare zum aktuellen Stand von Wissenschaft und Klinik; Clinical Cases - Kompletter Behandlungsworkflow step-by-step; Forums&Groups - Internationaler Austausch mit Kollegen und Experten).

"Wir sehen eine große Zukunft für qualitativ hochwertige Online-Fortbildungsangebote in der Zahnmedizin und freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Dental Campus", erklärt Verleger Dr. Horst-Wolfgang Haase. "Durch die Zusammenarbeit mit Quintessenz können wir unser E-Learning-Angebot gezielt ausbauen und neue Ideen rascher umsetzen", verdeutlicht Prof. C. Hämmerle, Präsident von Dental Campus.

In Zukunft werden die Inhalte für die momentan noch englischsprachige E-Learning-Plattform gemeinsam erarbeitet. So wird Quintessenz u.a. wissenschaftliche Fachbeiträge und klinische Fallbeispiele zur Verfügung stellen. Zudem sollen zur Implantologie weitere Fachgebiete hinzukommen und in Kooperation mit zahnmedizinischen Fachgesellschaften neue Online-Ausbildungsprogramme entwickelt werden.

www.dental-campus.com

Möglichkeit zur Planung eines Beispielfalls: www.dental-campus.com/qz

Änne Klebba / Projektmanagement Digitale Medien

Vorschau "Quintessenz Zahntechnik"
Vorschau: Die nächsten Ausgaben der "Quintessenz Zahntechnik"
Die Quintessenz Zahntechnik bringt im April eine Schwerpunktausgabe zu dem Thema "Navigierte orale Implantation". Nach dem Erfolg der Ausgabe von 2010 ist es nun an der Zeit zu prüfen, was sich bei der 3D-Diagnostik verändert hat. Die QZ wird hierzu ein umfassendes Update mit der Darstellung der gegenwärtig wichtigsten Systeme liefern.

Ein Update schien der Redaktion auch nach dem turbulenten IDS-Jahr aufschlussreich. Daher folgt im Mai dessen Aufarbeitung mit der Frage IDS 2013: Was bleibt? Was wurde eingeführt? Experten geben Statements zu den einzelnen Themen und berichten, was sie an Neuerungen eingeführt haben und warum. Neue, digital gestützte Technologien werden beurteilt, verglichen und einzelne Vorzüge herausgestellt. Fallberichte verdeutlichen die Nachhaltigkeit der präsentierten Neuerungen.

Nachhaltigkeit sollte auch Ziel der Geroprothetik sein, Thema unseres begleitenden Schwerpunktheftes im Juni anlässlich der Jahresveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Dentale Technologie e.V. und Zukunftsthema einer älter werdenden Gesellschaft.

Ihre Quintessenz Zahntechnik-Redaktion

Interview
ZUKUNFT ZAHNMEDIZIN - Themen, die uns als Verlag bewegen
Unser Geschäftsführer Alexander Ammann stand uns für einen kurzen visionären Blick in die Zukunft der Zahnmedizin im Interview zur Verfügung.
Youngster-Team: Herr Ammann, die Zahnmedizin - bisher v.a. prothetisch/restaurativ geprägt - entwickelt sich immer mehr zu einem präventionsorientierten, biomedizinisch regenerativen und interdisziplinären Fachgebiet. Wie schätzen Sie diese Entwicklung ein?

A. Ammann: Dieser Trend ist schon seit vielen Jahren deutlich erkennbar. Die Aufgabe des zahnmedizinischen Berufsbildes wird zunehmend durch begleitende Präventionsmaßnahmen geprägt werden, wobei die Prävention hier nicht nur im Sinne von Prophylaxe zu verstehen ist, sondern als integraler Bestandteil aller therapeutischen Maßnahmen zur Qualitätssicherung der zahnmedizinischen Versorgung. Ziel ist es, langfristig den Umfang restaurativer Maßnahmen zu reduzieren und die Lebensqualität durch den Erhalt der oralen Gesundheit positiv zu beeinflussen. Die systemische Wechselwirkung zwischen der oralen Gesundheit und dem gesamten menschlichen Organismus, die "intelligenten" Biomaterialien zur Regeneration von Knochen- und Weichgewebe, die Stammzellenforschung mit dem fernen Ziel eines nachwachsenden Zahnes, die bioaktiven Nanostrukturen von Implantatoberflächen, minimal-invasive Zahnheilkunde oder orales Biofilmmanagement - dies sind nur einige Themen, zu denen es an zahlreichen Universitäten Forschungsprojekte gibt und die die Zahnmedizin grundlegend verändern werden. Wir sprechen hier von einer "Biologisierung und Individualisierung der Zahnmedizin". Mit unserer 3D-Wissenschaftsfilmreihe Kommunikation der Zellen visualisieren wir die zellulären Interaktionsprozesse und machen so z.B. aktuelle biomedizinische Fragestellungen erlebbar. Denn bei der Verwendung von Biomaterialien in der Therapie sollte man auch verstehen, wie der Körper mit seinem Immunsystem auf solche Therapiekonzepte reagiert.

Y.-T.: Wie sieht der Trend in den Bereichen Lehre, Fort- und Weiterbildung aus? Stehen uns hier ebenfalls entscheidende Umbrüche bevor?

A. A.: Die Universitäten und Ausbildungszentren stehen vor neuen Herausforderungen. Bisher war eher reines Faktenwissen gefragt. Der Trend geht jedoch in Richtung problemorientiertes Lernen (POL), bei dem die Lernenden weitgehend selbständig Lösungen finden sollen, aus denen sich dann im Kontext das Faktenwissen generiert. Neben den schon skizzierten inhaltlichen Entwicklungen des Fachgebietes steht außerdem mit der Neuordnung durch den NKLZ (Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Zahnmedizin) und die ZÄPrO (Approbationsordnung für Zahnärzte) als nächster Meilenstein eine Neudefinition des "Lernens" im Sinne der Bildung dynamischer ontologischer Wissensräume an. Inhalte werden semantisch strukturiert und Suchergebnisse dem Lernenden entsprechend seines individuellen Interessenprofils präsentiert. Der Quintessenz Verlag geht hier z.B. in Kooperation mit der im DGZMK-Portal owidi verwendeten intelligenten myQ-Suchtechnologie, die bald online ist, neue Wege.

Auch die Fort- und Weiterbildung bedarf einer Neuorientierung, denn der Zahnarzt von heute sieht sich einer enormen klinischen, produktspezifischen und wirtschaftlichen Komplexität ausgesetzt. Es wird also immer wichtiger, ihm individualisierte strukturierte Angebote zu bieten. In diesem Bereich wird der Verlag sich mit vollkommen neuen ontologischen Konzepten positionieren. Dies war u.a. auch Gegenstand einer fast siebenjährigen Forschung zur "Neustrukturierung des dynamischen Wissens im Raum/Zeit Gefüge" im Rahmen meiner Dissertationsarbeit.

Y.-T.: Man liest immer wieder von einer Digitalisierung der Zahnmedizin. Was genau ist damit gemeint?

A. A.: Nicht mehr das "Digital Technology Driven"-Konzept der meist noch bestehenden proprietären Technologien und Programme, sondern der "Clinical Workflow" wird der bestimmende Faktor zur erfolgreichen Positionierung von Innovationen und deren Akzeptanz in Klinik, Praxis und Labor sein. Daher werden sich die digitalen Technologien einer Konvergenzentwicklung - zur Optimierung des klinischen Workflows und Integration in ein umfassendes Wissensmanagementsystem - nicht entziehen können. Eine der nächsten großen Innovationen werden dabei die "Digital Disease Development Simulation (DDS)" und die "Digital Treatment Simulation (DTS)" sein. Konkret bedeutet dies, dass anhand der klinischen Parameter und Risikofaktoren eine Verlaufssimulation mit einer Wahrscheinlichkeitsbewertung der Erkrankung vorgenommen werden kann. Der Patient kann - bei ausbleibender Behandlung - so ganz genau erkennen, wohin sich sein Krankheitsbild in 5 Jahren voraussichtlich entwickeln wird.

Y.-T.: Das hört sich sehr spannend, aber auch anspruchsvoll und komplex an. Wo bleibt bei all der Digitalisierung der Patient? Kann er überhaupt noch mitentscheiden?

A. A.: Ja, in jedem Fall! Die partizipative Entscheidungsfindung wird durch das Patientenrechtegesetz gestärkt und durch das Präventionsgesetz gefördert. Einen ganz wesentlichen Punkt dürfen wir jedoch nicht außer Acht lassen: Das Medianalter von heute 45,7 Jahren (das ist Platz 4 von 234 Ländern) wird im Jahr 2040 auf 50 Jahre gestiegen sein. Deutschland wird mit Platz 1 das höchste Medianalter der Welt haben, was weitreichende Konsequenzen für die medizinische Versorgung und Pflege bedeutet. Die Bevölkerungsstruktur ändert sich in Zukunft dramatisch. Nicht umsonst haben die DGZMK/BZÄK und wir als Motto des Deutschen Zahnärztetages 2013 "Zahnmedizin Interdisziplinär - Altersgemäße Therapiekonzepte" gewählt. Da die kommende Generation der Senioren auch über eine immer höhere Medienkompetenz verfügen wird, werden wir als Verlag zukünftig unsere Angebote für die Praxis zur begleitenden medialen Patientenberatung auch entsprechend anpassen müssen. Projekte wie die Weiterentwicklung des Dental Explorer 3D erlauben eine individualisierte Visualisierung der Versorgungskonzepte je nach vorliegender Indikation.

Y.-T.: Kommen wir noch auf das wichtige Thema "Evidenz" zu sprechen.

A. A.: Das Prinzip der evidenzbasierten Zahnmedizin besteht darin, Entscheidungen in der zahnmedizinischen Versorgung unter Berücksichtigung der besten verfügbaren und empirisch nachgewiesenen Erkenntnisse aus der klinischen Forschung zu treffen. Evidenzbasierte und personalisierte Therapiekonzepte mit ihren klinischen Leitlinien werden zunehmend die Behandlung in der Praxis beeinflussen, wobei ein Grundsatzproblem im Wissenstransfer besteht. So z.B. die Frage nach der adäquaten Auswahl von zahnmedizinischen Materialen hinsichtlich qualitativer, transparenter evidenzbasierter Merkmale. Soviel sei verraten - der Quintessenz Verlag arbeitet hier mit einem interdisziplinären Expertenteam an der Nachhaltigkeit von solchen Bewertungsfaktoren, die zum einen wissenschaftlich fundiert sind und zum andern eine Entscheidungsorientierung bieten werden.

Y.-T.: Herr Ammann, vielen Dank für diesen kurzen und spannenden Einblick!



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