Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde 6/2011 http://prd-de.quintessenz.de Das Journal stellt die Wechselbeziehungen zwischen restaurativen und biologisch-parodontologischen Aspekten dar, um durch eine Synthese beider Fachgebiete zu einem gemeinsamen Therapiekonzept zu finden. Parodontale und prothetische Probleme werden plastisch und praxisnah auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau dargestellt. Dieser RSS-Feed enthält das jeweils neueste Inhaltsverzeichnis einschließlich Abstracts. de Quintessenz Verlags-GmbH 2012-01-09 Internationales Journal für Parodontologie & Restaurative Zahnheilkunde 6/2011 http://prd-de.quintessenz.de http://www.quintessenz.de/webservices/COVER/j_10_norm.jpg In Memoriam: Sigmund S. Socransky, DDS http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22727 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22727 Malament, Kenneth<br>Seite 575 - 575 Knochenaugmentation des atrophierten unteren Seitenzahnbereichs für dentale Implantate mit der rhBMP-2 und einem Titannetz: Klinische Technik und Frühergebnisse http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22728 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22728 Misch, Craig M.<br>Seite 577 - 585<br>Implantationen im atrophierten unteren Seitenzahnbereich sind besonders schwierig auszuführen. Ziel dieser Fallserie war die Evaluation der Verwendung von rekombinantem humanem knochenmorphogenetischem Protein-2/azellulärem Kollagenschwamm (rhBMP-2/ACS) und einem Titannetz zur Augmentation des atrophierten unteren Seitenzahnbereichs vor der Implantation. Zur Fallserie gehörten fünf Patienten mit einem unzureichenden Knochenangebot im diesem Bereich. Der Alveolarkamm wurde jeweils mit rhBMP-2/ACS und einer geringen Menge Knochenersatzmaterial augmentiert und anschließend mit einem Titannetz geschützt. Nach sechsmonatiger Heilung konnten Implantate gesetzt werden. Die Heilung der augmentierten Bereiche verlief unkompliziert. Beim Setzen der Implantate in die augmentierten Bereiche war keine weitere Knochenaugmentation erforderlich. Alle 10 Implantate waren gut integriert und wurden mit Einzelkronen restauriert. Die Verwendung von rhBMP-2/ACS und einem Titannetz war in dieser Fallserie effektiv. Zu den Vorteilen dieses Vorgehens gehört, dass es einfach durchführbar ist, keine Knochentransplantation erforderlich ist, die Morbidität vermindert und die Operationszeit verkürzt wird. Überlebensrate von einteiligen Implantaten nach Insertion mit oder ohne Lappenbildung: Eine randomisierte kontrollierte Studie und Ergebnisse nach 12 Monaten http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22729 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22729 Froum, Stuart J. / Cho, Sang Choon / Elian, Nicholas / Romanos, George / Jalbout, Ziad / Natour, Mazen / Norman, Robert / Neri, Dinah / Tarnow, Dennis P.<br>Seite 587 - 597<br>Ziel dieser randomisierten kontrollierten klinischen Studie war der Vergleich des Überlebens eines einteiligen Implantats mit anodisch oxidierter (AO) Oberfläche nach dem Setzen mit oder ohne Lappenbildung. Dokumentiert und verglichen wurden röntgenologisch der Knochenverlust und klinisch die Veränderung der Sondierungstiefe ein Jahr nach dem Eingliedern der definitiven Restauration. Während der einjährigen Beobachtungszeit blieben 52 der 60 Patienten (Implantate) in der Studie. Zum Zeitpunkt der Abschlussuntersuchung gab es in keiner der Gruppen einen Implantatmisserfolg. Zum Zeitpunkt der definitiven Restauration wurde in beiden Gruppen ein durchschnittlicher mesialer und distaler Knochengewinn im Vergleich zu dem Knochenniveau bei der Implantation gemessen. Bei der Kontrolluntersuchung nach sechs und 12 Monaten hatte sich das Knochenniveau in keiner der beiden Gruppen signifikant gegenüber den Werten beim Eingliedern der definitiven Restauration verändert. Auch hinsichtlich der Taschentiefe und ihrer Messwerte nach sechs und 12 Monaten unterschieden sich die beiden Gruppen kaum. Einteilige Implantate mit AO-Oberfläche weisen unabhängig davon, ob die Implantation mit oder ohne Lappenbildung erfolgte, ein Jahr nach dem Eingliedern der definitiven Restauration eine hohe Überlebensrate (100 %) sowie ein stabiles Knochenniveau und stabile Sondierungstiefen auf. Ästhetische Evaluation der Ergebnisse nach einer Wurzeldeckung: Eine Fallserie http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22730 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22730 Pini-Prato, Giovanpaolo / Cairo, Francesco / Nieri, Michele / Rotundo, Roberto / Franceschi, Debora<br>Seite 599 - 606<br>Ziel dieser Studie war eine einjährige ästhetische Verlaufsbeurteilung nach der Behandlung von Gingivarezessionen mithilfe des "root coverage esthetic score" (RES). Insgesamt wurden 100 Patienten, die 195 einzelne oder multiple Rezessionen aufwiesen, mit verschiedenen Verfahren behandelt. Ein Jahr postoperativ wurde das klinische Ergebnis ermittelt. Nur 21 der 195 (11 %) behandelten Rezessionen erreichten den maximalen RES-Wert (10), während 68 Rezessionen (35 %) eine komplette Rezessionsdeckung mit geringerem Punktwert aufwiesen. Der RES-Wert war für einzelne und multiple Rezessionen, die mit einem koronalen Verschiebelappen mit oder ohne Bindegewebstransplantat behandelt wurden, vergleichbar. Freie Gingivatransplantate erreichten die niedrigsten RES-Werte. Gesteuerte Knochenregeneration bei Einzelimplantaten im ästhetischen Bereich: Eine Fallserie http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22732 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22732 Grunder, Ueli / Wenz, Birgit / Schupbach, Peter<br>Seite 609 - 616<br>Ziel dieser Fallserie war die Evaluation des klinischen und histologischen Erfolgs einer gesteuerten Knochenregeneration im Bereich von einzeitig gesetzten Implantaten bei fehlender bukkaler Knochenwand. Acht Wochen nach der Zahnextraktion wurden die Implantate in Bereiche gesetzt, die gleichzeitig horizontal und vertikal mit mineralisiertem Kollagen-Knochenersatz und einer nicht resorbierbaren titanverstärkten Membran augmentiert wurden. Sechs Monate später wurden aus den bukkalen Knochenwänden etwa auf mittlerer Höhe des vormaligen Defekts kleine Hartgewebebiopsate entnommen. Histologisch zeigte sich eine weiterhin stattfindende Knochenneubildung. Klinisch hatte sich ein ausreichendes Hart- und Weichgebevolumen gebildet. Behandlung multipler Rezessionen im unteren Seitenzahnbereich mit einem koronalen Verschiebelappen und Bindegewebstransplantat http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22734 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22734 de Sanctis, Massimo / Baldini, Nicola / Goracci, Cecilia / Zucchelli, Giovanni<br>Seite 619 - 626<br>Der koronale Verschiebelappen ist ein effektives Operationsverfahren bei der Behandlung von multiplen Gingivarezessionen, der auch nach fünf Jahren noch stabile Langzeitergebnisse ermöglicht. In der vorliegenden Studie wurde das Ergebnis einer Behandlung mit einem koronalen Verschiebelappen in Kombination mit einem Bindegewebstransplantat bewertet. Dies geschah anhand einer Fallserie von 10 Patienten mit mindestens zwei Gingivarezessionen an benachbarten Zähnen im unteren Seitenzahnbereich. Die parodontalen Parameter der betroffenen Zähne wurden präoperativ sowie nach einem Jahr ermittelt. Insgesamt wurden 26 Rezessionen behandelt. Die Operationen verliefen ohne signifikante Komplikationen. Keiner der Patienten brach die Studienteilnahme ab. Die Rezessionstiefe nahm von 3,40 ± 0,83 mm (Ausgangssituation) auf 0,28 ± 0,32 mm (Wert nach einem Jahr) ab. Die Werte der Taschentiefe unterschieden sich nicht signifikant. Die Breite des keratinisierten Gewebes nahm von 0,57 ± 0,46 mm (Ausgangssituation) auf 3,05 ± 0,71 mm (Wert nach einem Jahr) zu. Bei den initial schwereren Fällen nahm die Rezessionstiefe deutlicher ab. Durchschnittlich wurde eine Rezessionsdeckung von 91,2 ± 4,1 % erzielt. Der koronale Verschiebelappen in Kombination mit einem Bindegewebstransplantat kann als valider therapeutischer Ansatz bei multiplen Rezessionen im unteren Seitenzahnbereich empfohlen werden. Fraktale Analyse: Ein neuartiges Verfahren zur Ermittlung der Rauheit der Oberflächentopografie von Implantaten http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22736 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22736 Perrotti, Vittoria / Aprile, Guiseppe / Degidi, Marco / Piatelli, Adriano / Iezzi, Giovanna<br>Seite 629 - 635<br>Eine raue Oberfläche für die Osseointegration von Implantaten wurde bislang überwiegend anhand ihrer Amplitude und Höhe beschrieben. Die fraktale Analyse wurde von der fraktalen Geometrie abgeleitet und wird dazu verwendet, die Organisation von natürlichen Objekten zu beschreiben, deren komplexe Form durch einen Wert quantifiziert wird. Die fraktale Dimension (Df) ist ein Index der raumfüllenden Eigenschaften eines Objekts und kann zur Beschreibung der Organisation der Oberflächenrauheit verwendet werden. Je höher die fraktale Dimension ist, umso ungeordneter ist die Oberflächentopografie. Ziel dieser Studie war die Ermittlung der fraktalen Dimension von Implantaten mit drei verschiedenen Oberflächentopografien, um festzustellen, ob sich daraus ein neues Verfahren zur Messung der Rauheit der Implantatoberfläche entwickeln lässt. Insgesamt wurden 45 scheibenförmige Proben (10 x 2 mm) mit drei verschiedenen Oberflächentopografien unter dem Rasterelektronenmikroskop untersucht: maschiniert (Gruppe A), sandgestrahlt und säuregeätzt (Gruppe B) und sandgestrahlt, säuregeätzt und neutralisiert (Gruppe C). Mit der Gitternetzmethode wurde die fraktale Dimension der Bilder mit 20000-facher und 50000-facher Vergrößerung quantifiziert. Die fraktale Dimension korrelierte mit der Bildvergrößerung. Bei einer 20000-fachen Vergrößerung betrug die fraktale Dimension für Gruppe A 1,81, für Gruppe B 1,67 und für Gruppe C 1,59. Bei 50000-facher Vergrößerung war die fraktale Dimension in allen Gruppen niedriger (A: 1,77; B: 1,49; C: 1,42). Die Gruppen A und C unterschieden sich bei beiden Vergrößerungen statistisch signifikant. Die fraktale Dimension wird oft und erfolgreich zur Charakterisierung anatomischer Strukturen, physiologischer und pathologischer Prozesse verwendet. Sie liefert nicht nur einen Index der Rauheit, sondern auch der räumlichen Organisation einer rauen Oberfläche. Daher handelt es sich um ein vielversprechendes Verfahren zur Beschreibung von osseointegrativen rauen Oberflächen. Vergleich des modifizierten Widman-Lappens und des koronalen Verschiebelappens mit CO2-Laserung der Wurzel in der Parodontaltherapie: Follow-up über 15 Jahre http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22737 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22737 Crespi, Roberto / Cappare, Paolo / Gherlone, Enrico / Romanos, George E.<br>Seite 637 - 647<br>Ziel dieser Studie war der Vergleich der Ergebnisse, die bei einer Behandlung mit dem modifizierten Widman-Lappen oder dem koronalen Verschiebelappen und Wurzelkonditionierung mit einem Kohlendioxid-Laser (CAF + CO2) erzielt wurden. Der Beobachtungszeitraum betrug 15 Jahre. Verglichen wurden der Ausgangs- und der 15-Jahres-Wert. Jeder der 25 in diese Studie eingeschlossenen Patienten wurde nach dem Split-mouth-Design behandelt: In einem Quadranten erfolgte eine modifizierte Widman-Lappenoperation (Kontrolle) und auf der anderen Seite nach Abheben eines Vollschichtlappens eine Wurzelkonditionierung mit einem CO2-Laser. Anschließend wurde der Lappen koronal repositioniert und fixiert (CAF + CO2, Test). Beginnend nach der Operation wurden über einen Zeitraum von 15 Jahren Plaque-Index, Gingiva-Index, Sondierungstiefe und klinisches Attachmentniveau kontrolliert. Bei einer Sondierungstiefe ≥ 7 mm erreichten die Testbereiche eine stärkere Abnahme der Taschentiefe (P < 0,01). Das klinische Attachmentniveau unterschied sich signifikant zwischen den Kontroll- und den Testbereichen bei einer PD von 5 bis 6 mm (P < 0,001) und ≥ 7 mm (P < 0,001). Laut dieser Studie wird mit einer Behandlung mit CAF + CO2 eine signifikant stärkere Besserung erreicht als mit einem modifizierten Widman-Lappen. Minimalinvasive Behandlung von Rezessionen der oberen Frontzähne durch vestibuläre Inzision mit subperiostaler Tunnelierung und Blutplättchen-Wachstumsfaktor-BB http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22738 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22738 Zadeh, Homayoun H.<br>Seite 649 - 656<br>Zur Behandlung von Gingivarezessionen stehen zahlreiche therapeutische Optionen zur Verfügung, die jedoch meistens vor allem für einzelne Defekte geeignet sind. Die aktuell angewandten Verfahren haben den Nachteil, dass autologes Transplantatgewebe entnommen werden muss. Damit geht eine Morbidität einher, und es kann durch die Oberflächeninzisionen zur Vernarbung der Empfängerstelle kommen. Außerdem führt der Muskelzug während der Heilung oft zu einer unvollständigen Wurzeldeckung oder einem Rezidiv der Rezession. Die vorliegenden Fallberichte schildern ein neues, minimalinvasives Vorgehen, das sowohl bei einzelnen als auch bei multiplen benachbarten Rezessionen im oberen Frontzahnbereich eingesetzt werden kann. Die operative Eröffnung erfolgt durch eine vestibuläre Inzision und subperiostale Tunnelierung (VISTA, vestibular incision subperiostal tunnel access). Durch die Inzision des anterioren oberen Frenulums und die subperiostale Tunnelierung besteht die Möglichkeit, den Gingivasaum aller betroffenen Zähne koronal zu repositionieren. Bei diesem Vorgehen wird eine rhPDGF-BB-getränkte Matrix aus Beta-Tricalciumphosphat (β-TCP) auf die exponierten Wurzeln aufgetragen, um die parodontale Heilung zu beschleunigen. Außerdem wird ein neues Verfahren zur Stabilisierung des Gingivasaums vorgestellt: Mit der koronalen Naht wird die koronale Lage während der Heilung sichergestellt. Der vorliegende Bericht beschreibt dieses Verfahren und zwei klinische Fälle, bei denen Defekte der Miller-Klasse I und II mit stabilen Langzeitergebnissen behandelt wurden. Obwohl VISTA auch in anderen Bereichen eingesetzt wurde, ist sein Nutzen in der ästhetischen Zone am größten. Wurzelanaloge Zirkonoxidimplantate: Anatomisches Design für den Ersatz von Molaren: Ein Fallbericht http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22740 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22740 Pirker, Wolfgang / Kocher, Alfred<br>Seite 659 - 664<br>Der Ersatz verloren gegangener Zähne durch Zahnimplantate ist eine anerkannte Behandlungsmethode mit gut dokumentierten hohen Langzeiterfolgsraten. Verwendet werden fast ausschließlich konventionelle Schrauben- oder zylinderförmige Gewindeimplantate. Da diese geometrischen Formen nicht annähernd der Form einer Extraktionsalveole entsprechen, kann oftmals nur mithilfe von Membranen und/oder mit Knochenaugmentationen das Einwachsen von Bindegewebe oder Schleimhautepithel zwischen Implantat und Alveolarknochen verhindert werden. Trotz einiger kleinerer Veränderungen des Implantatdesigns haben sich die Implantatschulter und die Implantat-Abutment-Verbindungen in den vergangenen 30 Jahren nicht wesentlich verändert. Individuelle wurzelanaloge Implantate wurden bisher klinisch nur vereinzelt angewendet, und darüber hinaus zeigten sich im Follow-up nach einem Jahr Misserfolgsraten von bis zu 96 %. Implantate mit ovalen Implantatschultern kommen der natürlichen Zahnanatomie am nächsten. Es wurden daher wurzelanaloge einteilige Zirkonoxidimplantate mit Makroretentionen entwickelt und bei nicht erhaltungswürdigen Zähnen sofort implantiert. Dieser Fallbericht beschreibt die Sofortimplantation eines oberen Molaren durch ein anatomisches Implantat mit einer Nachbeobachtung von drei Jahren. Wirkung eines Schmelzmatrix-Derivats und zyklischer mechanischer Belastung auf humane Gingivafibroblasten in einem In-vitro-Defektheilungsmodell http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22742 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22742 Sanders, Jill E. / Chuang, Augustine / Swiec, Gary D. / Bisch, Fredrick C. / Herold, Robert W. / Buxton, Thomas B. / McPherson, James C.<br>Seite 667 - 674<br>Gingivafibroblasten (GF) spielen für den Erhalt des Gingivaapparats und bei der Weichgewebereparatur eine wichtige Rolle. Sind eine parodontale Wunde oder ein Weichgewebetransplantat mobil, ist die GF-vermittelte Weichgewebeheilung beeinträchtigt. Schmelzmatrix-Derivat (EMD) ist ein Schmelzmatrix-Protein, das klinisch zur parodontalen Regeneration intraossärer Defekte und Furkationen sowie zur Behandlung von Gingivarezessionen verwendet wird. In diesem In-vitro-Defektheilungsmodell wurde der Effekt unterschiedlicher EMD-Konzentrationen mit bzw. ohne zyklische mechanische Belastung auf die zelluläre Wundfüllung durch humane GF untersucht. Diese wurden in 6er-Kulturplatten mit elastischen Böden gebracht und kultiviert. Im zentralen Anteil jedes Wells wurde bei Konfluenz eine 3 mm große Wunde angelegt. Drei Wells wurden mit einer EMD-Konzentration von 0 μg/ml (Kontrolle), 30 μg/ml, 60 μg/ml oder 120 μg/ml behandelt. Die Platten wurden in einem Inkubator mit einer Belastungseinheit einer zyklischen Belastung ausgesetzt (Test). Ein identischer Satz Kontrollplatten war nicht elastisch und unterlag keiner Belastung. Die Zellen wurden an den Tagen 4, 8, 12 und 16 untersucht. Dabei wurden Mikrofotografien angefertigt, mit einem Bildauswertungsprogramm die Wundfüllung gemessen und ihr prozentualer Anteil ausgerechnet. Bei allen Kontrollplatten kam es bis zum Tag 16 in vergleichbarer Geschwindigkeit und unabhängig von der EMD-Konzentration zu einer Defektfüllung > 90 %. Auf den Testplatten hatte EMD einen negativen Effekt auf die Defektfüllung. Dort betrug sie an Tag 16 55,7 % (0 μg/ml EMD), 48,2 % (30 μg/ml EMD), 36,7 % (60 μg/ml EMD) und 34,1 % (120 μg/ml EMD). Bei den Kontroll-GF wirkte sich EMD in Konzentrationen bis zu 120 μg/ml nicht signifikant auf die Defektfüllung aus. Bei den Test-GF hingegen beeinträchtigte die Zugabe von EMD die Defektfüllung dosisabhängig erheblich. Erhalt der bukkalen Knochenplatte nach Sofortimplantation mit Lappenabhebung: Eine Studie an Hunden http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22731 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22731 Coelho, Paulo G. / Marin, Charles / Granato, Rodrigo / Bonfante, Estevam A. / Lima, Cirilo P. / Oliveira, Sergio / Ehrenfest, David M. Dohan / Suzuki, Marcelo<br>Seite 607 - 607<br>In dieser Studie wurde der Erhalt der bukkalen Knochenplatte nach einer Zahnextraktion und Sofortimplantation mit Lappenabhebung am Hundemodell untersucht. Bei sechs Hunden wurden die unteren Prämolaren extrahiert. Anschließend wurden Schraubimplantate mit einem Durchmesser von 4 mm und einer Länge von 8 mm sowie mit maschinierter und doppelt säuregeätzter Oberfläche gesetzt. Der Eingriff erfolgte mit Abhebung eines Vollschichtlappens in die distalen Wurzeln der Extraktionsalveolen. Die Implantate heilten gedeckt für vier Wochen ein. Nach dem Einschläfern der Tiere wurden der Knochen-Implantat-Kontakt sowie der bukkale und linguale Knochenverlust ermittelt. Keiner der untersuchten Parameter lieferte Hinweise darauf, dass die Implantatoberfläche den Knochenverlust bei einer Sofortimplantation verhindert. Die Umgebung der Interdentalpapille: Neues Konzept und Orientierungshilfe für Ärzte http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22733 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22733 Gonzales, Marly Kimie Sonohara / de Almeida, Ana Lucia Pompeia Fraga / Greghi, Sebastiao Luiz Aguiar / Pegoraro, Luiz Fernando / Mondelli, Jose / Moreno, Tatiana<br>Seite 617 - 617<br>Zur Regeneration der Interdentalpapille wurden operative und nicht operative Verfahren vorgeschlagen. Die Ergebnisse der Behandlung hängen von der Morphologie des Interdentalraums ab, der die Papille beherbergt. Das Konzept der Umgebung der Interdentalpapille wurde eingeführt, um die Ursachen des Papillenverlusts besser diagnostizieren zu können und die Rekonstruktion der interdentalen Gingiva vorhersagbar zu ermöglichen. Die Umgebung der Interdentalpapille wird von den angrenzenden Zähnen, ihren approximalen Kontaktflächen, ihrer Kontur und Form festgelegt sowie vom Verlauf der Schmelz-Zement-Grenze, dem interdentalen Abstand und dem darunterliegenden Alveolarkamm. Da alle Komponenten daran beteiligt sind, müssen sie bei einer adäquaten Behandlungsplanung mit interdisziplinären Verfahren berücksichtigt werden. Dieses neue Konzept dient dem Arzt als Orientierungshilfe und als Unterstützung bei der Lehre. Die Fähigkeit von humanen parodontalen Stammzellen zur Regeneration von Parodontalgewebe: Eine vorbereitende In-vivo-Untersuchung http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22735 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22735 Grimm, Wolf-Dieter / Dannan, Aous / Becher, Sebastian / Grassmann, Georg / Arnold, Wolfgang / Varga, Gabor / Dittmar, Thomas<br>Seite 627 - 627<br>Parodontale Stammzellen (pdSCs) lassen sich als Dentosphären kultivieren und differenzieren in zahlreiche Zellen der neuronalen Linie, wie Gliazellen, und belegen so ihren Stammzellstatus. In dieser Studie wurde untersucht, ob pdSCs auch in Zellen der osteogenen Linie differenzieren können und falls dies so ist, ob diese Zellen in vivo im athymischen Rattenmodell Parodontalgewebe regenerieren können. Dazu wurden bei einem minimalinvasiven parodontalchirurgischen Eingriff menschliche adulte pdSCs isoliert und in vitro expandiert. Zur Induktion der osteogenetischen Differenzierung wurden die expandierten pdSCs für drei Wochen in Medien angezüchtet, die die osteogene Differenzierung fördern. Da die Anfärbung auf alkalische Phosphatase positiv war, war eine osteogene Differenzierung zu vermuten. Für In-vivo- Studien wurden die pdSCs auf geeignete Kollagenschwämme aufgebracht und in Parodontaldefekte der rechten bukkalen Kortikalis des Unterkiefers von 16 immundefizienten Nacktratten implantiert. Die histologische Untersuchung von Proben aus den Testbereichen zeigte die Reformation von Gewebe ähnlich dem des parodontalen Ligaments, Kollagenfasern und knöchernen Elementen, aber keine Regeneration von funktionellem Parodontalgewebe. Laut diesen Daten können humane adulte pdSCs in einem In-vivo-Tiermodell Elemente von Knochen und Kollagenfasern regenerieren. Repositionierung von Implantaten mittels segmentaler Osteotomie: Fallserie und Review http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22739 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22739 Toscano, Nicholas / Sabol, Jennifer / Holtzclaw, Dan / Scott, Tracy<br>Seite 657 - 657<br>Trotz intensiver Bemühungen, dentale Implantate korrekt zu positionieren, gelingt dies nicht in jedem Fall. Früher bestand bei schlecht positionierten Implantaten nur die Option, das Implantat zu entfernen oder "ruhen" zu lassen. Kürzlich erfolgte Modifikationen eines vorhandenen Verfahrens, der segmentalen Osteotomie, könnten in diesen Fällen eventuell helfen, da nun viele dieser "hoffnungslosen" Fälle erfolgreich behandelt werden können. In diesem Artikel wird über die Erfahrungen aus einer Fallserie berichtet, bei der die segmentale Osteotomie zur Verbesserung des ästhetischen Ergebnisses bei einer mangelhaften Implantatposition vorgenommen wurde. Vorgestellt werden zwei klinische Fälle (ein Erfolg, ein Misserfolg), bei denen mithilfe der segmentalen Osteotomie die mangelhafte Position von Implantaten operativ korrigiert wurde, sowie ein Literatur-Review zu diesem Verfahren. Bei sorgfältiger Fallauswahl und präzisem operativen Vorgehen ist die segmentale Osteotomie eine gute Möglichkeit zur Korrektur falsch gesetzter dentaler Implantate. Mikrobiologische Evaluation parodontal erkrankter Bereiche vor und nach Sofortimplantation in eine Extraktionsalveole http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22741 http://prd-de.quintessenz.de/index.php?doc=abstract&abstractID=22741 Tripodakis, Aris-Petros / Nakou, Mela<br>Seite 665 - 665<br>In dieser Studie wurde die subgingivale Mikroflora vor der Extraktion parodontal schwer erkrankter Zähne und ein Jahr nach der lappenlosen Sofortimplantation mit Sofortbelastung auf Unterschiede untersucht. Für 20 obere Frontzähne von 10 Patienten wurden die klinischen Parameter vor und nach der Implantation erfasst. Die klinisch beobachtete Verbesserung des Weichgewebes war mit einer weniger pathogenen Flora assoziiert. Die Konzentrationen der Parodontalpathogene in den parodontalen Bereichen nahm nach der Implantation stark ab, während die Zahl der gutartigen Mikroorganismen zunahm.