5. Deutscher Halitosis Tag
5. Deutscher Halitosis Tag

11.03.2016 - 12.03.2016
Seminaris CampusHotel Berlin, Berlin, Deutschland

Zielgruppe: Zahnärzte, Praxis-Teams
Fortbildungspunkte: 8

Quintessenz ist hier mit einem Buchstand vertreten.

Veranstalter:
Quintessenz Verlags-GmbH
AK Halitosis (AKHT)
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Andreas Filippi, Prof. Dr. Rainer Seemann MBA, Prof. Dr. Christoph Benz
Freitag, 11.03.2016
Pre-Congress Workshop, Prof. Dr. Andreas Filippi
15:00-18:00
Der Workshop ist ein Streifzug durch allgemeinmedizinische Probleme, die Patienten mit in die Zahnarztpraxis bringen und die erheblichen Einfluss auf unsere zahnärztliche oder dentalhygienische Behandlung haben. Besprochen werden, Medikamente und deren Einfluss auf die zahnärztliche Therapie, neue Antikoagulantien - wann muss was abgesetzt werden, Bisphosphonate, immunsupprimierte und onkologisch erkrankte Patienten, Patienten mit schweren kardiovaskulären Erkrankungen, Schwangere, Patienten mit Allergien sowie Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen.
Samstag, 12.03.2016
wissenschaftliches Programm, Prof. Dr. Andreas Filippi, Prof. Dr. Rainer Seemann MBA, Prof. Dr. Christoph Benz
09:00-09:10
Eröffnung & Begrüßung, Prof. Dr. Andreas Filippi
09:10-09:40
Zungendiagnostik , Prof. Dr. Andreas Filippi
Die Zungendiagnostik (und die Behandlung vorhandener Pathologien) spielt in professionellen Mundgeruch-Sprechstunden eine große Rolle. Behandlungsbedürftige Lingua villosa oder Glossitis rhombica mediana müssen erkannt und therapiert werden. Die primär altersbedingte Lingua plicata kann Retentionen für Biofilme bieten. Auffällig aber ungefährlich ist ist die Exfoliatio areata linguae. Zungenbelag wird heute klassifiziert und quantifiziert, um im Recall eine mögliche Verbesserung objektivieren zu können. Neben den "klassischen" Zungenbelagindizes gibt es heute neue digitale Möglichkeiten der Klassifizierung bzw. der Diagnostik.
09:40-10:00
Autofluoreszenz bei der Zungendiagnostik , Dr. med.dent. Irène Hitz Lindenmüller OA
Der Belag auf dem Zungenrücken wird normalerweise mittels Winkel-Tongue-Coating-Index klinisch beurteilt. Es zeigte sich, dass mit einem Autofluoreszenzgerät (VELscope), das in der Mundschleimhautdiagnostik zur Beurteilung maligner Veränderungen Anwendung findet, bakteriell dicht besiedelte Regionen auf dem Zungenrücken eindrucksvoll dargestellt werden können. Da durch das Autofluoreszenz-Gerät Zungenbelag deutlich orange erscheint, kann das Autofluoreszenzverfahren bei Halitosis-Patienten als Visualisierungshilfe dienen.
wissenschaftliches Programm, Prof. Dr. Andreas Filippi, Prof. Dr. Rainer Seemann MBA, Prof. Dr. Christoph Benz
10:00-10:20
Professionelle Zungenreinigung - aber wie? , Dr. med. dent. Andrea Zürcher
Die professionelle Zungenreinigung spielt nicht nur in der Halitosis-Sprechstunde eine wichtige Rolle. Die Anwendung von PZR-Bürstchen auf der Zunge ist wegen der grossen Verletzungsgefahr obsolet. Die auf dem Markt verfügbaren Schall- oder Ultraschallaufsätze sind in der Reinigungswirkung auf der weichen Mundschleimhaut praktisch ineffizient. Zungenbürsten und Zungenpasten, welche sich für eine effiziente Zungenreinigung bewährt haben, kann sich der Patient selber kaufen. Ein neues Instrument für die professionelle Zungenreinigung soll diese Lücke füllen.
10:20-10:40
Diskussion
10:40-11:10
Kaffeepause
11:10-11:30
Geruch, Geschmack und Würgereiz , Prof. Dr. Andreas Filippi
Mundgeruch und schlechter Geschmack im Mund werden von Betroffenen oft gleichgesetzt. Dabei hat das eine mit dem anderen nur selten etwas zu tun, da das eine durch flüchtige und das andere durch flüssige Substanzen verursacht wird. Beides kann durch professionelle und häusliche Intervention verbessert werden.
Wird in der Zahnarztpraxis oder zuhause eine Zungenreinigung durchgeführt, klagen viele Patienten über Würgereiz gerade im hinteren Drittel der Zunge. Im Referat werden Möglichkeiten der Reduktion dieses Würgereizes bei der Zungenreinigung vorgestellt.
11:30-11:50
Zungenreinigung - Pro und Contra , Prof. Dr. Rainer Seemann MBA
Inzwischen hat es sich rumgesprochen, dass die Zunge bei Mundgeruch eine wichtige Rolle spielt, was eine Empfehlung zur täglichen Zungenreinigung nahe legt. Was genau ist aber dem Patienten zu empfehlen - Schaber, Bürste, mit Zungengel oder ohne? Sollte man eine professionelle Zungenreinigung nach jeder Prophylaxesitzung durchführen und sollte sich jeder - quasi prophylaktisch - die Zunge selbst zuhause reinigen? Schütz das vielleicht sogar vor Karies und Parodontitis? Welches sind die Gefahren und Nebenwirkungen? Fragen über Fragen - hier bekommen Sie einen Überblick.
11:50-12:10
Pseudohalitosis / Halitophobie, Prof. Dr. Christoph Benz
12:10-12:30
Diskussion
12:30-13:30
Mittagspause
13:30-14:00
Halitosis & Mundspüllösungen , Prof. Dr. Rainer Seemann MBA
Die symptomatische Behandlung von Halitosis erfolgt in den meisten Fällen durch Zungenreinigung,. In zahlreichen Untersuchungen hat eine adäquate Zungenreinigung zu einer deutlichen Reduktion der VSC und somit zu einer Verminderung der Halitosis geführt. Allerdings hält die Wirkung einer solchen Reinigung bei deutlich ausgeprägtem Geruch nur kurz an. Zudem hat eine Studie gezeigt, dass die zweimal tägliche Reinigung mit einer Zungenbürste oder einem Zungenschaber über einen Zeitraum von zwei Wochen zwar eine Reduktion des Zungenbelags bewirkt, die Zahl aerober und anaerober Keime auf der Zunge jedoch nicht nennenswert vermindert. Daher werden zur Verlängerung der Wirkdauer antibakteriell wirkende und VSC-hemmende Substanzen eingesetzt, die man in Form von Mundspüllösungen anwenden kann. In diesem Referat wird ein Überblick vermittelt, welche der angebotenen Spüllösungen wirksam sind und welche man empfehlen kann.
14:00-14:20
Der Einfluss der Ernährung auf Halitosis , Dr. med. dent. Andrea Zürcher
Ernährungsbedingte Faktoren können eine vorübergehende Halitosis hervorrufen. Nicht nur Zwiebeln und Knoblauch haben einen Einfluss, sondern zum Beispiel auch die getrunkene Wassermenge pro Tag sowie der Kaffee- und Alkoholkonsum. Spezielle Diäten und radikale Ernährungsumstellungen können ebenfalls eine Halitosis begünstigen.
14:20-14:40
Mundschleimhauterkrankungen & Halitosis , Dr. med.dent. Irène Hitz Lindenmüller OA
Viele Mundschleimhauterkrankungen betreffen die Gingiva. Oft ist dadurch eine adäquate Mundhygiene erschwert und weiche Beläge bleiben an den Zähnen haften. Dies verursacht zusätzlich eine Zahnfleischentzündung und führt somit zu Mundgeruch.
Aber auch einige Infektionskrankheiten durch Viren, Pilze und Bakterien ausgelöst verhindern aufgrund von Entzündungsreaktionen und Schmerzen die Zahnhygiene und führen zu Halitosis. Bei Plattenepithelkarzinomen des Mund- und Rachenraums zerfällt das Tumorgewebe und es kommt dadurch zu einer starken Geruchsbildung.
wissenschaftliches Programm, Prof. Dr. Andreas Filippi, Prof. Dr. Rainer Seemann MBA, Prof. Dr. Christoph Benz
14:40-15:00
Diskussion
15:00-15:30
Kaffeepause
15:30-16:00
Medikamente, Speichelfluss & Halitosis, Prof. Dr. Christoph Benz
16:00-16:30
Die Rezeption als Schlüsselfigur in der professionellen Kommunikation am Telefon und als Erstkontakt mit dem Patient.
16:30-17:00
Diskussion & Verabschiedung
Ort:
Seminaris CampusHotel Berlin, Takustraße 39, 14195 Berlin, Deutschland, Tel.: +49 30 557797-0, E-Mail: berlin@seminaris.de

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Andreas Filippi, Prof. Dr. Rainer Seemann MBA, Prof. Dr. Christoph Benz
Prof. Dr. Christoph Benz
Deutschland

Lebenslauf:
1983 Staatsexamen in Göttingen
1990 Oberarzt
1990 Habilitation
1996 Ernennung zum Professor
2003 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin
2005 Deutscher Präventionspreis
2005 Wrigley-Prophylaxepreis
2010 Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer
2011 Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer
Mitbegründer von "Teamwerk - Zahnmedizin für Menschen mit Behinderungen"

120 Publikationen, darunter 19 Bücher und Buchbeiträge
Prof. Dr. Andreas Filippi
Basel, Schweiz

Lebenslauf:
Curriculum vitae Prof. Dr. Andreas Filippi

➢ 1990-1998 Universität Giessen/Deutschland
➢ 1991 Promotion
➢ 1992 Erlangung der Gebietsbezeichnung "Oralchirurgie" in Deutschland
➢ 1999 Habilitation und Ernennung zum Privatdozent
➢ 1999-2001 Universität Bern/Schweiz
➢ Seit 2001 Stellvertreter des Klinikvorstehers der Klinik für Zahnärztliche Chirurgie, -Radiologie, Mund- und Kieferheilkunde Universitären Zentrums für Basel
➢ 2001 Fachzahnarzt für Oralchirurgie in der Schweiz
➢ 2002 Gründung der Halitosis-Sprechstunde der Universität Basel
➢ 2005 Ernennung zum Professor der Universität Basel
➢ 2006 Gründung des Zahnunfall-Zentrums der Universität Basel (gemeinsam mit Dr. Gabriel Krastl)
➢ 2007-2013 Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Oralchirurgie und Stomatologie SSOS
➢ Seit 2007 Vizepräsident der Schweizerischen Gesellschaft für Dentomaxillofaziale Radiologie SGDMFR
➢ Seit 2009 Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises Halitosis der DGZMK
Dr. med.dent. Irène Hitz Lindenmüller OA
Basel, Schweiz

Lebenslauf:
1996 Staatsexamen Universität Basel
1997 - 2000 Assistenzzahnärztin, Klinik für Zahnärztliche Chirurgie, -Radiologie, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Basel
seit 2001 Oberassistentin und Leitung Stomatologie-Sprechstunde, Klinik für Zahnärztliche Chirurgie, -Radiologie, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Basel
2005 Promotion
2006 Fachzahnärztin für Oralchirurgie
seit 2008 Oralchirurgische Tätigkeit in kieferorthopädischer Praxis in Basel
seit 2014 Kantonszahnärztin Basel-Stadt
Susanne Lauterbach
Deutschland

Lebenslauf:
1984 Weiterbildung ZMF
1985 seit 1985 Leitung der Prophylaxe einer schwedischen Praxis
1990 Lehrtätigkeit an der Zahnärztekammer Koblenz (ZMF)
1999 Ausbildung zur Vertriebswirtin
2001 seit 2001 Aufbau und Leitung des PremiumProphylaxeZentrum in Köln
2004 seit 2004 Aufbau und Leitung des MundTherapieZentrum in Köln
2005 seit freie Referentin und Praxis Trainerin
2010 seit 2010 aktiv. Mitglied im Halitosis AK der DGZMK
Prof. Dr. Rainer Seemann MBA
Deutschland

Lebenslauf:
Prof. Dr. med. dent. Rainer Seemann, MBA
ist Senior Professional Service Manager bei der Firma DENTSPLY DeTrey in Konstanz und externer Oberarzt in der Abteilung für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin der Universität Bern. Dr. Seemann studierte Zahnmedizin in Berlin und arbeitete in verschiedenen Positionen am Zentrum für Zahnmedizin der Charité, wo er 2006 habilitierte. Er leitete dort von 2000 bis 2006 eine interdisziplinäre Mundgeruchsprechstunde. Seinen MBA in Health Care Management erhielt er 2007.
Dr. med. dent. Andrea Zürcher
Schweiz

Lebenslauf:
2004 - 2009 Studium der Zahnmedizin an der Universität Basel
2010 - 2012 Assistenzzahnärztin an den Öffentlichen Zahnkliniken Basel-Stadt
2012 Promotion
2012 - 2015 Assistenzzahnärztin in Weiterbildung, Klinik für Zahnärztliche Chirurgie, -Radiologie, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Basel
2015 Fachzahnärztin für Oralchirurgie
seit 2015 Oberassistentin an der Klinik für Zahnärztliche Chirurgie, -Radiologie, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Basel

Veranstalter/Anmeldung:
Quintessenz Verlags-GmbH
Kongress- und Eventmarketing
Ifenpfad 2-4
12107 Berlin
Deutschland
Tel.: ++49 (0)30 / 76180-626, -628, -630
Fax.: ++49 (0)30 / 76180-692
E-Mail: kongress@quintessenz.de


Veranstalter:
AK Halitosis (AKHT)
Prof. Dr. Andreas Filippi


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